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Transporter MAN TGE (2017)

Erste Testfahrt in der Crafter-Kopie

MAN TEG Fahrbericht Foto: MAN 10 Bilder

MAN bringt 2017 erstmals einen Kleintransporter auf den Markt. Der Kastenwagen MAN TGE ist eng verwandt mit dem VW Crafter und deshalb eine mögliche Basis für künftige Campingbusse und Wohnmobile.

17.05.2017 Benjamin Köbler-Linsner, Torsten Seibt

Mit dem Transporter TGE steigt Fahrzeugbauer MAN in die Klasse der Kastenwagen ein. Damit werden Basisfahrzeuge von MAN zukünftig nicht nur mehr für Käufer von Linern jenseits der 7,5-Tonnen interessant. 

MAN TGE: Erster MAN-Transporter der 3-Tonnen-Klasse

Der MAN TGE ist technisch eng mit dem VW Crafter verwandt. Das ist nicht verwunderlich, da MAN Teil des Volkswagenkonzerns ist. Der TGE wird in verschiedenen Ausführungen zwischen 6 Metern und 7,40 Metern Länge angeboten. Das zulässige Gesamtgewicht beginnt bei 3 Tonnen und kann je nach Ausführung des MAN TGE bis auf 5,5 Tonnen aufgestockt werden. Optisch unterscheiden sich TGE und Crafter nur durch die Scheinwerfer, die bei MAN aus einem Zweikammersystem kommen, außerdem ist der Kühlergrill eher robust gebaut im Gegensatz zum filigranen Grill bei VW.

Die Motoren des MAN TGE gibt es in vier Leistungsstufen von 102 bis 177 PS – teilweise mit Allradantrieb und auf Wunsch mit 6-Gang-Schaltgetriebe oder mit 8-Gang-Automatik.

Testfahrt mit dem MAN TEG Allrad-Modell

Wir haben eine Proberunde mit dem 177-PS-Allrad-Modell gedreht. Wie beim Frontantriebler ist auch beim Allrad-TEG der Motor quer eingebaut. Der 4x4 ist in verschiedenen Varianten mit bis zu 4 Tonnen Gewicht zu bekommen. Beim von VW übernommenen 4Motion-Antriebsstrang handelt es sich um einen schlupfabhängig aktivierten Automatik-Allrad mit Haldexkupplung.

Der Biturbo-Vierzylinder des MAN TEG ist zwar stark, doch bei niedriger Drehzahl wirkt er nicht mehr sonderlich souverän. Überschreitet man jedoch die Zahl um die 1.600 Umdrehungen, bringt das Fahrzeug spürbar mehr Druck auf die Straße. Auf der Autobahn erreichte der getestete Kastenwagen hoch/lang ganz lässig um die 160 Stundenkilometer.

Assistenzsysteme und Ausstattung

MAN liefert den TGE serienmäßig mit Notbremsassistent aus, der beim Crafter nur gegen Aufpreis zu haben ist. Außerdem sind im Kastenwagen noch viele weitere Assistenzsysteme mit an Bord - einige davon kostenpflichtig: Rückfahrassist, Parklenkassistent, Flankenschutzassistent, aktiver Spurhalteassistent und Anhänherrangierasstent.

Das steil montierte Lenkrad, ebenso wie die restliche Amatur erinnern sehr an einen PKW. Von dem Konzern bekannt und neu getauft in "MAN Media Van" ist das Multimediasystem des TGE. Die Lenkreaktion ist zwar nicht so zackig wie in einem Auto, doch fährt sich der Kastenwagen recht angenehm.

Laut MAN soll sich der neue Kastenwagen besonders spritsparend fahren lassen. Mit einem cW-Wert von 0,33 ist der MAN TGE aerodynamisch konstruiert. Mit einem Grundpreis beim Frontantriebler von 32.280 Euro steigt der TEG deutlich günstiger ein als der Crafter. Ein Modell mit Allradantrieb ist ab 38.376 Euro zu haben und der getestete MAN kostet ab 41.576 Euro.

MAN TEG bald als Wohnmobil-Basis zu haben?

Von MAN wird der TGE ausschließlich als Nutzfahrzeug vertrieben. Doch dank mehrer Kooperationen kann der TGE laut MAN "Ihrem Wunsch entsprechend umgebaut werden" und steht so vielleicht schon bald als Wohnmobilbasis im Angebot. 

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