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Steinschlagurteil

Lkw-Fahrer muss haften

Nach einem Urteil des Landgerichts Heidelberg haftet ein Lkw-Fahrer für den Steinschlag in die Frontscheibe bei einem Pkw Foto: Heike Dreisbach_www.pixelio.de.

Nach einem Urteil des Landgerichts Heidelberg haftet ein Lkw-Fahrer für den Steinschlag in die Frontscheibe bei einem Pkw.  

27.12.2011 Redaktion promobil

Der Lkw-Fahrer muss die Frage klären, ob der Stein von einer schuldhaft unzureichend gesicherten Ladefläche herabgefallen ist oder als unabwendbares Ereignis von den Rädern seines Fahrzeugs nur aufgewirbelt wurde. Das hat das Landgericht Heidelberg klargestellt (Az. 5 S 30/11).

Im konkreten Fall ging es um eine Autofahrerin auf einer Bundesstraße. Sie fuhr hinter einem mit Kies und Bauschutt beladenen Lkw, als plötzlich ein Schlag zu vernehmen war. Ihre Tochter auf dem Beifahrersitz sah ein Loch in der Frontscheibe, das sich zunehmend zu einem Riss erweiterte. Auf den Zuruf der Mutter konnte sie den weiterfahrenden Lkw noch mit ihrem Handy fotografieren. Die Lkw-Ladefläche war nicht von einer vorgeschriebenen Plane abgedeckt und damit ungesichert.

Nach Überzeugung des Gerichts gilt damit der für die Gefährdungshaftung notwendige Kausalzusammenhang zwischen dem Betrieb des Lkw und dem Schaden am Pkw als nachgewiesen.

Die Autofahrerin dagegen hatte keine Möglichkeit, dem Steinschlag auszuweichen oder auf irgendeine Art vorzubeugen. Eine Mithaftung wegen der Betriebsgefahr ihres eigenen Pkw entfällt damit laut Richterspruch.

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