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Kauf-Tipp

Günstige Campingbusse unter 40.000 €

Kauf-Tipp: Campingbusse unter 40000 Euro Foto: Foto: Konstantin Tschovikov, Uli Regenscheit, Jürgen Bartosch, Dominic Vierneisel 21 Bilder

Für weniger als 40.000 Euro bekommt man beretis ein vollwertiges und alltagstaugliches Reisemobil: die günstigsten Modelle auf Fiat und Co.

19.10.2010 Redaktion promobil

Wenn es um billige Busse geht, darf der Name Peter Pössl nicht fehlen. Vor genau 20 Jahren baute er seinen ersten Kastenwagen aus, um 1996 den ganz großen Coup zu landen. „Schon fast geschenkt" betitelte promobil damals die Premiere des Pössl Duo Van. Mit Komplettausbau kostete er genau 45.885 Mark – und damit keinen Pfennig mehr als der nackte Transporter. Dabei gelang die Sensation in der Arena der Campingbusse ohne große Akrobatik. Pössl organisierte in Slowenien günstige Peugeot-Kastenwagen und eine Serienfertigung bei Adria.

Peter Pössl, der sich inzwischen aus der Branche zurückgezogen hat, stellte aber nicht nur das Preisgefüge auf den Kopf. Er schuf gleichzeitig eine neue Fahrzeugklasse: Kastenwagen mit Serienhochdach von Fiat, Citroën oder Peugeot, die mit Sanitärraum und zumeist festem Bett echten Reisemobilkomfort im unauffälligen Transporter mitbringen.

Der Erfolg ließ Wettbewerber nicht lange zögern. Aus einem süditalienischen Werk des Trigano-Konzerns kommen heute Campingbusse nach gleichem Muster für die Marken Chausson, Challenger, Ci und Roller Team. Dort entstehen auch die kostspieligeren Modelle für Eura Mobil und Karmann.

Hymer baut im elsässischen Werk Modelle für die eigene Marke sowie für Bürstner und Laika, sieht sich aber gerade nach einem neuen Standort um. Hymer France steht aktuell unter Insolvenzverwaltung. Obwohl der Name Dethleffs in diesem Segment gar nicht auftaucht, gehört das Werk im Allgäu zu den wichtigen Geburtsstätten für Campingbusse. Hier rollen unterschiedliche Varianten für LMC, TEC sowie Globecar vom Band – und bereits seit 2004 das Original: Pössl. Der ursprüngliche Pössl-Produzent Adria vertreibt seine Campingbusse längst unter eigener Flagge und für die Zweitmarke Sun Living. Knaus- und Weinsberg-Modelle entstehen im ungarischen Werk der Gruppe. Da bildet ein langjähriger Ausbauspezialist wie die hessische Marke La Strada im 40.000-Euro-Segment die Ausnahme. Das Markengewimmel mag zunächst verwirren, doch fällt die tatsächliche Auswahl aufgrund der vielen baugleichen Modelle viel übersichtlicher aus.

So berechenbar wie der frühere Autokauf im Sozialismus gestaltet sich vor allem die Wahl des Basisfahrzeugs: Der Fiat Ducato hat sich in dieser Kategorie durchgesetzt. Nur vereinzelt trifft man auf den nahezu identischen Citroën Jumper. In beiden Fällen erscheinen rund 1000 Euro Aufpreis für einen 120-PS-Motor sinnvoll investiert. Entscheidend ist nicht allein der Kraftzuwachs, sondern vor allem das gut abgestimmte Sechsganggetriebe. Citroën und Peugeot verwenden in dieser Leistungsklasse übrigens einen eigenen Motor, der aus einer Kooperation mit Ford stammt. Der Fiat sammelt dabei durch den geringfügig kultivierteren Lauf Punkte, vor allem aber durch das besser ausgebaute Werkstattnetz für Transporter.

Kniffliger wird die Frage nach der richtigen Außenlänge. Die meisten Reisemobile verwenden den längsten Radstand – für optimale Platzverhältnisse eine gute Wahl. All jene, die auch einmal in der Stadt parken wollen, suchen aber besser gezielt nach Modellen mit mittlerem Radstand. Nur so kommt der Ducato mit der Fläche üblicher Pkw-Parkplätze zurecht – und gelangt wegen des nicht gar so aus­ufernden Wendekreises auch tatsächlich hinein. Ein wenig Gewicht spart man überdies. Zwar genügt die Gesamtzuladung in fast allen Fällen, doch kann es bei der Belastbarkeit der Vorderachse eng werden. Im Vergleich zur gängigen 3,3-Tonnen-Variante hat die optionale 3,5-Tonnen-Ausführung auch bei den Achslasten mehr Reserven. Apropos Sicherheit: Der Schleuderschutz ESP kostet nicht mehr als so manche optische Spielerei.

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