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Gefährdung durch Dachlawinen

Erhöhte Aufmerksamkeit bei Tauwetter

Besonders bei ansteigenden Temperaturen können vor allem bei steilen Dächern Eiszapfen und Schneemassen herabfallen Foto: Marion-Heidemann-Grimm_pixelio.de

Bei ansteigenden Temperaturen können vor allem bei steilen Dächern Eiszapfen und Schnee herabfallen.

13.02.2011 Volker Hammermeister

Kommen dabei Fußgänger oder vor dem Haus geparkte Autos zu Schaden, fragt sich, wer für den Schaden aufkommt. Dazu ADAC-Jurist Dr. Markus Schäpe: "Grundsätzlich kann ein Hausbesitzer für Schäden durch Dachlawinen haftbar gemacht werden. Er ist verpflichtet, im Rahmen der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht dafür zu sorgen, dass Straße und Gehweg gefahrlos passiert werden können, soweit dies mit zumutbaren Mitteln möglich ist."

Allerdings ist es für den Hausbesitzer nicht zumutbar, dass er jeden Tag auf das Dach klettert und dort den Schnee wegfegt. Aber er muss nach heftigen Schneefällen oder bei Tauwetter das Dach seines Hauses auf Gefahren überprüfen. Dies gilt besonders, wenn keine Schneefanggitter montiert sind. Bei großen Schneemengen auf dem Dach oder bei Schneeverwehungen, die sich nicht entfernen lassen, müssen gut erkennbare Warnschilder oder Warnstangen auf die Gefahrenlage hinweisen. Autofahrer und Fußgänger sollten solche Hinweise auf jeden Fall beachten. Ist die Gefahr offensichtlich und sind auch noch Warnhinweise aufgestellt, müssen sie sich sonst beim Schadenersatz ein Mitverschulden anrechnen lassen.

Ist es zum Schaden gekommen, sollten Autobesitzer durch Fotos und Zeugenaussagen Beweise sichern, um dem Hausbesitzer die Verletzung seiner Verkehrssicherungspflicht eindeutig nachzuweisen. Bei der Durchsetzung der Schadenersatzansprüche ist eine anwaltliche Unterstützung ratsam, da die Versicherungen der Hausbesitzer Ansprüche häufig zunächst ablehnen.

Schließt die Teilkaskoversicherung auch Dachlawinenschäden mit ein oder ist das Auto vollkaskoversichert, kann es sinnvoll sein, in einem ersten Schritt die eigene Kaskoversicherung in Anspruch zu nehmen. Beim Hausbesitzer und dessen Versicherung werden dann nur noch Ansprüche wie zum Beispiel Selbstbeteiligung, Rückstufung, Wertminderung oder Nutzungsausfall in Rechnung gestellt, die von der eigenen Versicherung nicht ersetzt wurden.


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