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Premiere Eura Mobil Integra (2017)

Prototyp des stilsicheren Integrierten

Von außen Foto: promobil 20 Bilder

Nach zwei Jahren Abstinenz kehrt Eura Mobil mit dem neuen Integra in die obere Mittelklasse zurück. Das neue Top-Mobil der Marke hat Design-Akzente aus dem Automobilbereich übernommen.

26.06.2017 Redaktion promobil

+++Update vom 26.06.2017+++ Inzwischen wurden die beim Prototyp noch lückenhaften Bereiche wie etwa Bad und Heckgarage komplettiert. Gestalten mit Licht war ein zentrales Thema bei der Neuentwicklung der Eura-Top-Baureihe. Das erkennt man nicht nur an den Hauptscheinwerfern in LED-Technik, sondern etwa auch in der Duschkabine, die mit hinterleuchteten floralen Motiven für gute Laune sorgt. Akzentuiertes Licht betont auch die Opulenz der großen Sitzgruppe, in die sich die neuen Komfort-Cockpitsitze von Aguti harmonisch einfügen. Vor allem die praktische Seite betonen das Ordnungssystem in der Heckgarage und die Fernbedienung und Kameraüberwachung des Abwasserablasses. +++

Der große Integra verschwand, während der kleinere Integra Line reüssierte, sang- und klanglos aus den Prospekten, was aber keinem so richtig auffiel, denn durchschlagend war der Erfolg der letzten Modellgeneration des traditionsreichen Integrierten in der Tat nicht. Zu teuer, zu schwer, zu hoch, Außen- und Innendesign angejahrt. Und – nun ja – auch eine starke Konkurrenz. Carthago, Hymer, Niesmann + Bischoff und zuletzt auch Knaus sind in der gehobenen Mittelklasse mit aktuellen Modellen derzeit besser aufgestellt. 

Premiere Eura Mobil Integra 42 Sek.

Genau an die sendet die Marke mit dem roten Kringel nun eine klare Kampfsage. Und eine gut aussehende zudem. Vom rundlichen Schwestermodell hebt sich der neue Integra klar ab. Im breiten Grill und in der Form der Scheinwerfer erkennt man ein bisschen Audi. Dezente Parallelen zum Pinselstrich des neuen Sonic von Adria kommen nicht von ungefähr. Auch der Integra stammt aus der Feder von Designer Alexander Christ, der für Eura Mobil einen Hingucker auf die Straße stellt, der trotz sportlicher Akzente nicht plump aggressiv wirkt und trotz scharfer Kanten gefällig bleibt. Dass der Integra höher aussieht als der Integra Line, liegt an der weiter nach oben gezogenen, optional beheizbaren Frontscheibe. In Wahrheit ist er exakt gleich hoch; moderate 2,88 Meter nämlich.

Doch nicht nur das Design ist neu, sondern auch die Fertigungstechnik, wie Frank Lessmann, technischer Leiter von Eura Mobil stolz erklärt. "Einlagen in der GfK-Bugmaske wie Scheinwerferblenden und Grill werden im RIM-Verfahren hergestellt." Die Teile werden in die Form gespritzt, was präzisere Kanten und geringere Einbautoleranzen ermöglicht als bei den üblichen gezogenen Formteilen aus ABS-Kunststoff. Auch die Oberflächenqualität ist hochwertiger, was an den galvanisch verchromten Teilen – den Grillstreben und dem Lidstrich der Lichter – besonders fühlbar wird.

Moderne LED-Scheinwerfer und Lauflichtblinker

Praktische Aspekte haben die Entwickler dabei nicht vernachlässigt. Durch das nach unten geneigte Armaturenbrett "kommen wir beim Integra auf denselben guten Sichtwinkel wie im Line, haben aber den Motorzugang optimiert", sagt Konstruktionsleiter Jürgen Kasper. Eine flachere Querstrebe erlaubt einen jetzt immerhin besseren Zugriff auf Ölpeilstab und -einfüllstutzen.

Erstmals setzt Eura Mobil – wie nur wenige andere Wohnmobilhersteller – LED-Scheinwerfer ein. Hinterherfahrenden zwinkert der Integra aus LED-Rückleuchten mit Lauflichtblinkern (siehe Audi) zu, die das prägnant geformte GfK-Heck gekonnt akzentuieren.

Auf die seit zehn Jahren bewährte Aufbautechnik verzichtet Eura Mobil beim Integra indes nicht. Die Sandwichplatten – beidseitig GfK mit XPS-Schaumkern – sind mit Hilfe von Aluprofilen verklebt. Allerdings gönnt man dem Top-Modell einen neuen Doppelboden, der jetzt 19 Zentimeter hoch ist und daher auch – anders als beim Integra Line – die gesamte Bordtechnik samt Abwassertank beherbergt. Optimal von außen zugänglich ist der Keller beim Prototyp allerdings noch nicht. Zusätzlicher Stauraum findet sich darin gleichwohl, ebenso in der 1,24 Meter hohen Heckgarage. Dank Alko-Tiefrahmen bleiben im Innenraum rund zwei Meter Stehhöhe dennoch komplett erhalten.

Ansprechendes Innendesign

Eine neue Welt betritt der Betrachter im Wohnraum. Für die Möbel des Integra hat Eura Mobil einen komplett neuen Modulbaukasten entwickelt, der sich aber auch auf andere Aufbauarten übertragen ließe. Zu Spekulationen über einen Teilintegrierten oberhalb des aktuellen Terrestra hüllt sich Eura-Chef Holger Siebert jedoch vorerst in vielsagendes Schweigen. "Wir konzentrieren uns auf die Markteinführung des Integrierten im Sommer." Ab Juli steht das neue Modell im Handel.

Im Übrigen gibt es schon im Integra viel zu entdecken. Seidenmatte helle Möbelkorpusse kontrastieren mit hochglänzendem dunklem Holzdekor. Lessmann lenkt die Aufmerksamkeit auf die haptische Qualität der Oberflächen und die neuen Möbelgriffe, die tatsächlich gut in der Hand liegen. Die Küche bekam neben dem Aufzug für eine Kapselkaffeemaschine und der Designarmatur auch einen neuen Kocher mit Glasplatte und aufgesetzten Flammen. Da passt auch ein größerer Topf drauf. Und als gäbe es nicht genug Schubladen, liegt auf der anderen Seite neben dem großen Kühlschrank noch ein hoher Apothekerauszug.

Beim Fotomodell, dem 890 QB fällt zudem die einladend ausladende Sitzlandschaft ins Auge. Fahrer und Beifahrer nehmen auf neuesten Aguti-Sitzen mit breiten Rückenlehnen und Lordosestützen Platz. Auf den Rückbänken lümmelt man sich in breite Sofakissen mit markanten Sichtnähten. Damit die nicht schon nach zwei Jahren völlig verknautscht aussehen, besitzen sie eine Einlage, die zur einen Hälfte aus stützendem Polsterschaum besteht, zur anderen aus fluffig weicher Kissenfüllung.

Und immer wieder Highlights. Nutz- und Effektlicht bilden im neuen Integra eine edle Symbiose. Flache Deckenlampen über Küche, Einstieg und Bett sorgen für die Grundhelligkeit. Am Kopfende des Betts machen plan eingelegte Lichtstreifen Stimmung; ja, sie sind auch abdimmbar. Schick hinterleuchtet sind zudem die vielen Ablageschalen mit Rückwänden in Schieferoptik und -struktur. Dass das kein echter Stein, sondern leichterer, robuster HPL-Schichtstoff ist, muss man keineswegs als Nachteil deuten. 
Dass der neue Integra günstiger wird als der Vorgänger, der die 100.000er-Latte locker riss, ist auch keiner. Ab rund 90.000 Euro soll das neue Top-Modell zu haben sein.

Das sagt Eura Mobil zum neuen Integra

Dr. Holger Siebert, Geschäftsführer Eura Mobil
"Den neuen Integra haben wir von Grund auf neu entwickelt. Beim Interieur haben wir besonderen Wert auf eine hochwertige und angenehme Oberflächenanmutung gelegt."

Jürgen Kasper, Leiter Konstruktion
"Neue Fertigungsverfahren ermöglichen beim Integra eine viel größere Genauigkeit bei der Montage. Sehen Sie sich doch mal an, wie sauber die Scheinwerfer und die Kühlergrillstreben eingepasst sind."

Der Eura Mobil Integra auf einem Blick

Preis: ab ca. 90.000 Euro 
Basis: Fiat Ducato, Alko-Tiefrahmen, Frontantrieb, ab 96 kW/130 PS 
Gesamtgewicht: ab 3.500 kg 
Länge/Breite/Höhe: 7.160–8.990/2.320/2.880 mm 
Empfohlene Personenzahl: 2–4 
Baureihe: Mit dem neuen Integra will Eura Mobil im gehobenen Segment punkten. Vier Grundrisse sind in der integrierten, komplett eigenständigen Topbaureihe geplant. 
Info: www.euramobil.de, Telefon 0 67 01/20 30

Die Grundrisse

Vier Modelle plant Eura Mobil vom neuen Integra. Den Auftakt macht der Dreiachser 890 QB mit Mittelbett im Heck. Stattliche 8,99 Meter lang ist auch der 890 EB. Im volumenstärkeren Segment der Zweiachser tritt zunächst der 700 EB an. Knapp über sieben Meter lang soll das Modell auch mit 3,5 Tonnen Gesamtgewicht angeboten werden. Beschlossene Sache ist ein gleich langes Querbett-Modell.

Spotlight: LED-Scheinwerfer

Im Wohnraum von Wohnmobilen haben sich LED-Lampen längst durchgesetzt. Beim Fahrlicht sieht die Sache anders aus, denn hier ist die Aufgabe anspruchsvoller. Sicherheitsaspekte spielen hier eine ungleich wichtigere Rolle. Eura Mobil setzt beim Integra einen neu entwickelten Scheinwerfer von Hella ein. Entscheidender Vorteil gegenüber konventionellen Halogenlampen ist die hellere, gleichmäßigere und tageslichtähnliche Ausleuchtung der Straße im zentralen Bereich und an den Fahrbahnrändern, die die Fahrsicherheit erhöht und den Fahrer entlastet. LEDs gelten zudem als extrem langlebig. Eines haben LED-Scheinwerfer und -Wohnraumlampen gemeinsam: Sie sind stromsparend effizient und lassen sich vielgestaltig einsetzen, wie etwa bei den charakteristischen Blinklichtern des Integra.

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