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Kompakte Campervans auf dem Caravan Salon 2017

Campingbusse in Bulli-Größe

Schirner Free Nature (2018) Foto: Frank Eppler 72 Bilder

Wer Vanlife-Abenteuer sucht statt schnödem Campingurlaub und den Camper auch im Alltag nutzen will, hat die Wahl: Campervans, deren Kult der VW-Bulli begründete, gibt's 2018 in Hülle und Fülle auf Mercedes, Citroën, Opel und Ford-Basis.

07.09.2017 Sophia Pfisterer

Campervans sind Campingbusse im Pkw-Format. Die Kompaktcamper basieren auf kleinen Transportern oder Vans. Der Vorteil dieser Ausbauform liegt auf der Hand: Campervans sind (fast) vollständig ausgestattete Wohnmobile, die aufgrund ihrer Abmessungen selbst im Alltag oder Stadtverkehr gut händelbar bleiben. Sie passen auf handelsübliche Parkplätze und in Tiefgaragen und erweisen sich als diskret, wenn man wild campt oder am Straßenrand übernachten muss – nur eine Nacht und zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit, versteht sich.

Für Sparfüchse lohnt sich ein Campervan gleich doppelt: Ein Kompaktcampingbus muss nicht zwangsläufig das Zweitfahrzeug sein, sondern kann sogar als Pkw dienen – je nach Modell hat der Minibus sogar mehr Sitzplätze als ein Familienkombi.

Vielfältige Welt der Campervans: Mehr als Bulli

Vorreiter der Campervans ist der VW Transporter: Der legendäre Bulli ist eines der meist- und längstverkauften Campingfahrzeuge schlechthin. Der Bulli hat einiges an Konkurrenz bekommen, denn auch andere Fahrzeughersteller bieten mittlerweile campingfähige Ausbauten auf ihren Minivans an.

70 Jahre VW Bulli - vom T1 bis T6 Kultmobil im Rentenalter

Genauso haben Campingbus-Ausbauer andere Fahrzeug-Marken für sich entdeckt: So hat beispielsweise Deutschlands größter Campingbus-Hersteller Pössl auf dem Caravan Salon 2016 seinen ersten Kompaktcamper namens Campster auf dem französischen Citroën Spacetourer herausgebracht. Mit seinem Preis von unter 40.000 Euro und bis zu sieben Sitzplätzen traf er genau in Herz und Geldbeutel der Kernkundschaft. Das Resultat: 2017 sind gleich vier Modelle auf er Messe ausgestellt. Was ist in diesem Jahr neu und aufregend in puncto Campervans auf der weltgrößten Freizeitfahrzeugmesse?

Kompaktcamper fürs Modelljahr 2018

Auf dem Caravan Salon 2017 haben wir einige weitere Kompaktcamper für die Saison 2018 ausfindig gemacht. Fotos sehen Sie in der Bildergalerie, erste Infos und technische Daten finden Sie hier:

Campocito Orchestra auf VW T6

Campocito Orchestra (2018) Foto: Frank Eppler

Die Firma Campocito feierte im vergangenen Jahr Firmenpremiere auf dem Caravan Salon. Dieses Jahr zeigt Sie einen VW T6 Aufstelldach-Camper, der unter zwei Meter hoch ist. Er verzichtet auf eine Küche im Innenraum und hat dafür eine geschlossene, halbhohe Nasszelle mit WC, Waschbecken und Dusche an Bord. Gekocht werden kann in der Außenküche. Bett, Tisch und Kühlbox sind ebenfalls in dem Campervan vorhanden.

Grundpreis: n.n.
Sitz/Schlafplätze: 5/4

Clever Campy auf Citroën Jumpy

Roadcar Campy (2018) Caravan Salon 2017 Foto: Sophia Pfisterer

Ganz unverholen als direkter Konkurrenz zum Pössl Campster bringt die Marke Clever-Mobile den Campy auf den Markt. Das zeigt erstens das Basisfahrzeug Citroën Jumpy, die etwas günstigere Nutzfahrzeug-Variante des Spacetourers, und zweitens der Kampfpreis von 36.990 Euro. Der Grundriss im Campy ist, anders als der Camper, ein eher klassischer mit einer Schiebetür, Küche und Sitzbank. Lieferbar ist der Campy ab Sommer 2018, es soll noch einige Änderungen bis zur Serienherstellung geben – wie das Fahrzeug in Serie produziert werden soll, wird Clever auf der Messe CMT 2018 zeigen.

Grundpreis ab 36.990 Euro
L/B/H: 4,95/1,92/1,96 Meter
Sitz/Schlafplätze: 6/4

Fiat Talento (Showfahrzeug)

Fiat Talento Showcar (2018) Foto: Sophia Pfisterer

Fiat zeigt auf seinem Stand, dass nicht nur der Ducato das Zeug zum Camper hat, sondern auch der kleine Van-Brunder Talento. Der Aufstelldach-Camper auf Talento zeigt, dass auch in Motorradfahrern Camperherzen stecken können: Mit einer Rampe kann man ins Heck des Showcars ein Motorrad ins Heck des Vans laden. Daneben befindet sich auf der Beifahrerseite eine Küche, auf der Fahrerseite Stauraum – und unterm Dachzelt könnte theoretisch noch ein Bett untergebracht werden. Highlight hier sind aber definitiv die rot bepolsterten, sportlichen Sitze und die schicken, roten Zierleisten am Stoßfänger und rund ums Fahrzeug.

Motor: 1,6-Liter Turbo-Diesel, 125 PS
zulässiges Gesamtgewicht: 3020 kg

Ford Nugget auf Ford Transit Custom Kombi

Neben der gefragten Hochdach-Variante bietet Ford den Nugget nun AUCH MIT AUFSTELLDACH an. Ford Nugget im Test (2016) Kompakter Campingbus mit Aufstelldach

Neben dem Ford Nugget Hochdachcamper, der aufgrund seiner Höhe nicht mehr wirklich zu den kompakten und alltagstauglichen Campervans zählt, gibt es auch eine Aufstelldach-Variante. Die passt mit 2,06 Metern Höhe zwar nicht ausnahmslos in alle Tiefgaragen, bietet aber einen sehr interessanten Grundriss, da das Dach nach hinten öffnet. Uns liegen bislang keine Änderungen des Campers fürs Modelljahr 2018 vor.

Grundpreis: ab 53.598 Euro
L/B/H: 4,97/1,98/2,06 Meter

Kompanja auf Renault Trafic

Kompanja Campingbus (2018) Kompanja bringt Alltagsbus Campervan auf Renault Trafic

Wenn jedes Erstlingswerk so aussähe, bräuchte man nie wieder zweite Anläufe. Die beiden Gründer der Firma Kompanja aus Brühl bringen einen spannenden Campingbus-Ausbau auf dem französischen Trafic 3, der genau den Lebensstil von jungen Vanlife-Fans trifft, die gerne draußen und womöglich auch noch sportlich unterwegs sind. Der Kofferraum hat 1000 Liter Fassungsvermögen, sodass hier Sportgeräte und Gepäck easy Platz finden. Das Bett im Aufstelldach des Trafic ist 20 Zentimeter breiter als im VW und obwohl die untere Bettfläche mit 1,28 x 2 Metern groß ist, gibt's dennoch genug Platz für Schränke rechts und links. Besonders wohnlich gestalten sich die Modulmöbel aus Holz und Bambusoberflächen. Öko kann der Bus auch noch: Das Holz ist FSC-zertifiziert und der PVC-Boden beinhaltet einen Recycling-Anteil und ist frei von Weichmachern.

Grundpreis ab: 39.950 Euro
Basisfahrzeug: Diesel, 125 PS, 6-Gang-Schaltgetriebe
Sitz-/Schlafplätze: 6/4

Lunar Wellhouse Ford Terrier

Lunar Wellhouse Terrier (2018) Caravan Salon 2017 Foto: Sophia Pfisterer

Die englische Marke Lunar will den europäischen Kontinent erobert und stellte dafür nicht nur Teilintegrierte auf dem Caravan Salon 2017 vor, sondern feierte auch mit dem Wellhouse Ford Terrier seine Premiere auf dem Festland. Die Firma Wellhouse gehört zu den größten Campervan-Ausbauern der britischen Inseln, angefangen hat sie 2002 mit dem Import von japanischen Vans, seit 2013 baut sie den Ford Custom Terrier aus. Das auf der Messe gezeigte Modell kostet 53.390 Euro und kommt mit glänzenden Möbeloberflächen, abgerundeten Kanten und stimmiger LED-Beleuchtung edel daher. Eine fest verbaute Küchenzeile mit Kocher, Spüle und Minibar-ähnlichem Kühlschrank ist an Bord. Händler für Kontinentaleuropa werden derzeit noch gesucht.

Grundpreis ab: 49.995 Euro
Sitz-/Schlafplätze
: 5/4

Mercedes Benz Marco Polo Horizon

Marco Polo Horizon (2018) Caravan Salon 2017 Mercedes Benz Marco Polo Horizon Sportliches Editionsmodell

Der Campervan mit dem Stern von Automobil-Hersteller Mercedes selbst ist ein alter Bekannter. 2014 feierte er auf dem Caravan Salon seine Premiere auf der neuen V-Klasse – seitdem gibt es immer wieder Detailänderungen. Bereits zum Jahresbeginn 2017 zeigte Mercedes die neue Marco Polo Variante namens Horizon, die sich zwischen der Luxusversion Marco Polo und der einfachen Version Marco Polo Activity ansiedelt: Ein edler Van mit vier Schlafgelegenheiten und Tisch, ohne Küche oder Wassertank. Das untere Bett misst 1,93 x 1,35 Meter, das obere 2,05 x 1,13 Meter. Zum Caravan Salon kommt der Horizon als Sondermodell in Hyazinthrot Metalic mit Colorverglasung und 17-Zoll-Leichtmetallrädern.

Preis: ab 52.051 Euro
Basisfahrzeug: Diesel, ab 130 PS
Sitz-/Schlafplätze: 5/4

Pössl Campster auf Citroën Spacetourer

Seitenansicht VW California und Pössl Campster Pössl Campster und VW California im Vergleich Kompaktcamper-Duell California vs. Campster

Der Campster zeigt ein Jahr nach seiner Premiere seine Vielfalt: Gleich in mehreren Varianten, Motorvarianten, Farben und Innenausstattungen zeigt er sich auf dem Caravan Salon 2017. Serienmäßig ist der Citroën Spacetourer mit Regen- und Lichtsensor ausgestattet und bringt Nebelscheinwerfer mit Kurvenlichtfunktion, Audioanlage mit Bluetoothfunktion, zwei Klimaanlagen und einen Müdigkeitswarner mit. Optional kommen die beiden Schiebetüren für die zweite und dritte Sitzreihe mit Öffnungssensor, die Heckscheibe kann man unabhängig von der Heckklappe öffnen. Für den herausnehmbaren Küchenblock gibt es nun Standfüße – und auch sonst gibt's inzwischen viel neues Zubehör wie eine Markise oder Isoliermatten für den beliebten Campervan.

Grundpreis ab: 39.990 Euro
L/B/H: 4,95/1,92/1,96 Meter
Sitz-/Schlafplätze: 7/4

Reimo Carrara auf VW T6

Reimo T6 Caravan Salon 2017 Reimo Carrara VW T6-Ausbau Bulli mit Elektro-Aufstelldach

Reimos neuester Ausbau auf VW T6 hat ein elektrisches Aufstelldach und ein LED-Paket an Bord. Bislang gibt es nur einen Prototypen zu sehen. Bereits gebaute Campervan-Modelle mit normalem Aufstelldach können mit dieser Elektro-Variante nachgerüstet werden – zu einem Preis von 1100 bis 1500 Euro. Ein weiteres Highlight in dem Prototypen ist außerdem die LED-Beleuchtung mit wechselnden Farben. Sie läuft entlang des Dachs und unterhalb des Küchenblocks und sorgt dort für eine besondere Lichtatmosphäre.

Grundpreis (für bisherige T6-Ausbauten): ab 32.980 Euro
Sitz-/Schlafplätze: 5/4

Schirner Free Nature auf Opel Vivaro

Schirner Free Nature (2018) Foto: Frank Eppler

Der auf der Messe ausgestellten Opel-Vivaro-Active-Ausbau von Schirner springt sofort ins Auge, denn er ist fantasievoll lackiert und zeigt eine Waldlandschaft mit einem Wolf. Das Tier steht symbolisch für den Standort des Individual-Ausbauers in Sachsens Südosten, wo der Wolf sich langsam wieder ansiedeln soll. Free Nature heißt das Modell und genauso freigeistig zeigt sich der Grundriss, der die Küche winkelförmig hinter die zweite Sitzreihe verlagert, die an den Ford Nugget erinnert. Für Stehhöhe im Heck sorgt das Aufstelldach, dass nach hinten öffnet. Eine Toilette ist ebenfalls integriert. Die Möbel wirken hochwertig und haben abgerundete Kanten.

Grundpreis: 45.318 Euro
Sitz-/Schlafplätze: 5/4

Spacecamper Light Open auf VW T6

Spacecamper (2018) Caravan Salon 2017 Foto: Sophia Pfisterer

Die Firma Spacecamper baut seit über 10 Jahren Campervans auf Volkswagen-Basis aus. Alle Modelle sind voll campingfähig und serienmäßig mit Bett, Küche, Tisch und Kühlbox. Neu ist der Spacecamper Light Open. Wie die Grundversion Light, die es schon ab 47.516 Euro gibt, kommt der Light Open in schicker Bicolor-Lackierung und bringt einige Detailverbesserungen wie einen neuen Tisch an der zweiten Sitzreihe. Außerdem sind im Light Open, der Name verrät es schon, zwei Schiebetüren angebracht. Dadurch, dass der Bus auf beiden Seiten geöffnet werden kann, entsteht ein besonders luftiges Raumgefühl. Neu ist auch die Kühlbox zwischen Fahrer- und Beifahrersitz.

Grundpreis: ab 51.996 Euro
Sitz-/Schlafplätze: 5/4

VW California auf VW T6

Volkswagen Nutzfahrzeuge bietet auch weiterhin seinen Klassiker California an. Fürs Modelljahr 2018 sind bislang keine Änderungen bekannt.

Grundpreis: ab 42.566 Euro
Sitz/Schlafplätze: 5/4

Mercedes Marco Polo vs. VW California OceanDie Krone der kompakten Campingbusse

Wavecamper Camper auf VW T6

Wavecamper VW T6 (2018) Foto: Hersteller

Unter dem Namen Wavecamper konnte man bislang Modulmöbel für Minibusse kaufen, jetzt gibt es einen fertig ausgebauten T6 für vier Personen im Angebot. Der recht klassische Ausbau mit Möbeln auf Schienen erinnert vom Stil an die 50er Jahre mit schwarzen Oberflächen, Holzdekor in Nussbaum, hellgrauer Innenraum-Isolierung und wirkt Retro-mäßig. Die Wavecamper-Ausbauten reichen vom kurzen über langen Radstand mit oder ohne Schlafdach. Die Schlafdach-Version Camper short ist unter 5 Meter lang und hat vom Kühlschrank, Waschbecken, Kocher und Klapptisch alles an Bord, was Camper benötigen. Optional kann eine Toilette eingebaut werden.

Grundpreis: ab 39.990 Euro
Sitz/Schlafplätze: 5/4

Womondo Wave 500 auf Opel Vivaro

Womondo Wave (2018) Foto: Bernd Thissen

Von Opel-Ausbauer Womondo kommt zum Modelljahr 2018 eine Kompaktkamper-Variante auf dem Opel Vivaro. Der Aufstelldachcamper kommt in zwei Längen auf den Markt, die 500er-Version ist genau 5 Meter lang, die 540er-Version 5,40 Meter. Mit Aufstelldach kommt der Wave zwar über die magische 2-Meter-Grenze in der Höhe, die für Tiefgaragen nötig ist, das macht er mit luftigeren Innenhöhen von 1,34 und 2,24 Metern wett. Das Interieur ist voll campingfähig, die Ausstattung in nüchternen Grau- und Schwarztönen gehalten.

Grundpreis: ab 41.569 Euro
L/B/H: 5,00/1,96/2,07 Meter
Sitz-/Schlafplätze: 5/4

Weitere Neuheiten auf der IAA 2017

Auch die Automobilhersteller wie Citroën und Opel haben den Campingbus-Trend für sich entdeckt. Auf der IAA 2017 zeigt Citroën seine Studie Spacetourer Rip Curl Concept und will Surfer damit für seine Marke begeistern. Opel hat für den Vivaro gleich eine dritte campingfähige Version herausgebraucht mit dem Opel Vivaro Life. Mehr Infos dazu lesen Sie demnächst auf promobil.de

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