Auch als digitale Ausgabe für iPad und Android-Tablets.
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

boot 2017 - Boot gegen Wohnmobil

Welches ist das bessere Freizeitfahrzeug?

Boote Foto: boot Düsseldorf 13 Bilder

promobil war auf der boot 2017 unterwegs und hat sich die Frage gestellt: Was ist besser, Boot oder Wohnmobil? Mit Booten können Sie an entlegene Strände fahren, aber mit Wohnmobilen in die Berge.

30.01.2017

Vom 21. bis 29. Januar 2017 fand in Düsseldorf die Messe „boot Düsseldorf“ statt. In allen 17 Messehallen wurden Boote, Yachten, Zubehör und Sportarten rund ums Thema Boote und Wasser vorgestellt. promobil war vor Ort und hat sich für Sie einmal in anderen Gefilden umgesehen. 

Der Traum vom Boot auf der boot 2017

Schön und majestätisch sehen sie aus, diese großen weißen Yachten. Schon beim Anblick träumen wir davon, wie wir auf den gemütlichen Polstern auf Deck liegen, einen Cocktail schlürfen und uns in der Sonne brutzeln lassen. Doch für die meisten Menschen und uns bleibt es eben nur das: ein Traum.

Boote Foto: boot Düsseldorf
Boote ziehen meist eher die gut betuchte Gesellschaft an.

Auf der boot Düsseldorf 2017 versammelt sich viel gut betuchtes Publikum, das sich auf der Messe das neuste Motorboot oder die schönste Yacht aussuchen will. Doch auch Boot-Einsteiger werden auf der Messe gut informiert. Für eine Reise oder einen mehrtägigen Segeltörn benötigt man ein Boot mit Kajüte. Wie beim Wohnmobil fallen hier die Preise je nach Größe, Ausstattung und Marke sehr unterschiedlich aus. Ein Einsteiger-Motorboot mit Kajüte, aber ohne Bad gibt es auf der boot ab etwa 60.000 Euro. Für diesen Preis bekommen Wohnmobilisten schon einen großen Campingbus oder ein gut ausgestatteten Teilintegrierten.

Was haben Boot und Wohnmobil gemeinsam?

Viele Ausstattungs-Elemente von Booten finden sich auch im Wohnmobil wieder. Die Toiletten, Klimaanlagen, Wasseranlagen und zum Teil die Heizungen, SAT-Anlagen und Gasvorrichtungen kommen sogar von den selben Herstellern. Am ähnlichsten sind dem Reisemobil die Hausboote. Sie sind eine beliebte Urlaubsform, da man sie ohne speziellen Führerschein steuern und in vielen Ländern an Flüssen und Seen mieten kann. Hausboote bieten meist ähnliche Annehmlichkeiten wie Wohnmobile und bieten persönliche und individuelle Unterkunft. Allerdings bringen Boote auch ähnliche Probleme mit sich wie etwa der wenige Platz in der Dusche. 

Voraussetzungen für ein Boot

Ein Boot-Kauf eignet zunächst einmal natürlich nur für diejenigen, die gerne am Meer oder an Seen Urlaub machen. Wer gerne in die Berge fährt ist mit einem Wohnmobil besser bedient. Darüber hinaus müssen Sie sich dann überlegen: Brauche ich einen Anlegeplatz für mein Boot oder ziehe ich es mit dem Anhänger zum gewünschten Gewässer? Wo möchte ich damit hinfahren? Ans Meer, zu einem See oder an einen Fluss? Wo bringe ich es im Winter hin? 

Bevor Sie ein Boot kaufen, brauchen Sie außerdem den entsprechenden Führerschein. Für alle Boote über 15 PS muss ein Motorboot-Führerschein gemacht werden. Da gibt es einmal den Sportboot-Führerschein Binnen für alle Binnengewässer und den Sportboot-Führerschein See für alle nationalen und internationalen Küstengewässer. Die Kosten für ein Kombi-Führerschein liegen zwischen 250 und 650 Euro. Ein Segelführerschein kostet nochmal so viel obendrauf.

Boote Foto: boot Düsseldorf
Boote haben meist ähnliche Ausstattungs-Elemente wie Wohnmobile.

Neben den Kosten für den Führerschein fallen nach dem Boot-Kauf weitere Kosten für Versicherung und Anlegeplatz an. Die Versicherung unterscheidet sich komplett von der eines Wohnmobils. Im Gegensatz zu einer Teil- oder Vollkasko Versicherung für das Fahrzeug muss man beim Boot eine Boothaftpflichtversicherung abschließen. Diese schützt Kapitän, Crew, Passagiere und Boot. Einen Boots-Anlgegeplatz gibt es entweder im Wasser oder an einem Hafen im Trockenen in einer Halle. Ein dauerhafter Anlegeplatz kann je nach Lage sehr teuer werden. Da kann für ein paar Monate schnell ein fünfstelliger Betrag fällig werden. Des weiteren sollten Boote genau wie Wohnmobile und andere Fahrzeuge regelmäßig zur Inspektion

All diese Kosten und Regelungen sollte man vor dem Kauf bedenken. Einsteigern helfen dabei gerne die Bootssachverständige wie der VBS (Verband der Sportboot und Schiffbau Sachverständigen) oder der BVWW (Bundesverband Wassersportwirtschaft). Quasi das Boots-Pendant zum CIVD (Caravaning Industrie Verband). 

Letzterer war übrigens auf der boot 2017 vertreten, um Bootsbesitzer über die Vorteile des Campings zu unterrichten. Ein Gespräch am Stand des CIVD ergab, dass sich durchaus viele Kapitäne für die Urlaubsform Camping interessieren: „Viele Besucher unseres Standes haben uns erzählt, dass sie jahrelang Boot gefahren sind und jetzt aufs Wohnmobil umgestiegen sind, da es einfach mehr Komfort bietet.“ 

Vor- und Nachteile von Booten und Wohnmobilen

Vorteile Boot

+ Inseln, Buchten, Strände anfahren, die man nicht mit dem Wohnmobil erreicht
+ kann einsam sein, Abstand zu anderen Bootsfahrern
+ neue/andere Strecken sehen/fahren als mit Auto
+ Platzmäßig sind nach oben kaum Grenzen gesetzt

Nachteile Boot

- kleines Boot = sehr wenig Platz (Kopffreiheit niedrig)
- schwankt
- schwieriges Manövrieren
- an Ort/Gewässer gebunden
- extra Führerschein
- Winterunterkunft = teuer
- umweltschädlich (Benzin und Öl vor allem bei Lecks im Wasser viel gefährlicher)
- insgesamt sehr kostenintensiv

Vorteile Wohnmobil

+ verschiedene Orte anfahren: Berge, Städte
+ kein zusätzlicher Führerschein (bis 3,5t)
+ nicht so stark Wetterabhängig (kann auch bei Regen etwas unternehmen)
+ kann auch als Alltags-Fahrzeug genutzt werden
+ mehr Ausstattung für weniger Geld

Nachteile Wohnmobil

- Staus
- begrenzter Platz (im Inneren und auf Stellplatz)

Fazit von Autorin Lisa Geiger

Natürlich, wie sollte es auch anders sein, entscheide ich mich fürs Wohnmobil. Selbst wenn ich mehr Geld zur Verfügung hätten, ist man mit dem Wohnmobil einfach flexibler. Wir können nach Lust und Laune ans Meer, an Seen, in die Berge oder in Städte fahren. Als Camper wollen wir euch neue Leute kennen lernen – und da sind Stell- und Campingplätze ideal, um neue Kontakte zu knüpfen. 

Perfekt wäre es allerdings, wenn man sich ein Wohnmobil und ein kleines Motoboot leisten kann. Das zieht man dann einfach auf den Stell-/Campingplatz mit Hafen und Anlegeplatz und kann im Urlaub hinaus aufs Wasser fahren. Eigentlich stören uns am Wohnmobil nur Dinge, die uns auch im Boot nerven würden: Das (meist) zu enge Bad und hin und wieder die Entleerung der Toilette. Falls ich allerdings einmal, aus welchen Gründen auch immer, zu plötzlichem Reichtum kommen sollte, entscheide ich mich doch für eine 50-Meter-Yacht und gegen den Luxus-Liner und wäre dann keinen (Winter-)Monat mehr in Deutschland.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie uns Ihre Meinung.

Fahrzeug-Angebote
promobil Stellplatz-Atlas Deutschland 2017/2018
Stellplatz-Radar