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promobil Leserwahl : Die Gewinner: Reisemobile des Jahres 2011

Preisverleihung in Stuttgart: Heute wurden die Gewinner der promobil Leserwahl zum Reisemobil des Jahres 2011 gekürt.

Das Wahljahr 2011 ist für Überraschungen gut: So mancher Favorit ist bereits abgestürzt und leckt sich die Wunden, neue Farben machen die Szene bunter. Was auf die Politik zutrifft, gilt erst recht für die Wohnmobilszene: Wer seinen Platz an der Sonne behalten will, der muss sich ins Zeug legen. Denn hier tritt nicht nur ein halbes Dutzend halbwegs ernsthafter Kandidaten an, es sind in manchen Kategorien fast 40 Anwärter, von denen viele das Format eines Siegers mitbringen.
Während politische Beobachter wieder höhere Wahlbeteiligungen registrieren, hat es bei der traditionsreichen Wahl zum Reisemobil des Jahres von promobil nie Wahlmüdigkeit gegeben. In diesem Jahr machten 23 224 promobil-Leser mit. Die Redaktion hatte den Teilnehmern die Leserwahl erleichtert und die Zahl der Kategorien deutlich gestrafft: Jeweils zwei Preisklassen für Campingbusse, Alkovenmobile, Teilintegrierte und Integrierte, dazu die Phalanx der Basisfahrzeuge, das alles spiegelt das Marktgeschehen wider. Macht zusammen 240 Wohnmobile und 16 Basismodelle – eine bunte Mischung, abwechslungsreicher als jede Parteienlandschaft.

Unter den Campingbussen bis 40 000 Euro geht’s gleich mit einer faustdicken Überraschung los: Erstmals landet Pössl mit seiner D-Line ganz oben auf dem Treppchen der promobil Leserwahl. Seit vielen Jahren dominiert diese Marke die von ihr erfundene Kategorie günstiger Campingbusse mit Bad – hier ist die Belohnung der Leser.

Nicht weit davon entfernt rangiert der Hymer Car. Die große Marke reanimiert ihre Campingbusse offensichtlich erfolgreich, die Publikumsgunst ist den kompakten Modellen jedenfalls gewiss. Zu den langjährigen Protagonisten der Szene zählt Adria, der Bronzerang des Twin ist hart erarbeitet. Er rückt als einziger Import unter den Reisemobilen in der gesamten Wahl aufs Treppchen der Gesamtsieger auf - Hut ab für diese Leistung.

Die promobil-Leser setzen nicht nur auf große Namen: Mit dem Knobloch Heyerdahl sitzt Adria ein Modell eines kleinen Ausbauers im Nacken. Unmittelbar dahinter folgt der Knaus Box-Star. Knaus hatte vor Jahren als Erster der großen Aufbauer auf Campingbusse gesetzt, es zahlt sich aus.
Kontinuität ist ein Merkmal des Concorde Compact, ein Klassiker unter seinesgleichen. Längst ist der Campingbus unter dem Dach von Pössl angesiedelt, es schadet seinem Ansehen nicht: Die Leser von promobil gönnen dem sieggewohnten Concorde Compact einen weiteren ersten Rang in der Leserwahl, jetzt in der Klasse über 40 000 Euro. Das Ergebnis ist umso höher einzuschätzen, als der Concorde mit dem Westfalia James Cook einen weiteren Dauersieger klar hinter sich lässt.

Mit den feinen Bussen der Pössl H-Line folgt auf Rang drei eine weitere Modellreihe aus dem Pössl-Stall, gefolgt auf vier und fünf von La Strada Regent und Bavaria Camp Marino, also bekannten Größen der Oberklasse. Dahinter fährt mit der Globecar H-Line eine Pössl-Schwestermarke – es ist ein großes Jahr für die Pössl-Marken. Nichts zu gewinnen gibt es in diesem Jahr für die Autohersteller mit Campingbussen: VW California, Ford Nugget und Mercedes Marco Polo landen durchweg auf den hinteren Plätzen des Felds.
Sieggewohnt bei den günstigen Alkovenmobilen ist Dethleffs. Prompt wiederholt der Advantage A seinen ersten Rang aus dem Vorjahr, wenn auch nur eine Alkovenspitze vor dem Eura Mobil Terrestra A. Mit gehörigem Abstand hinter diesem Duo belegt der Hobby Siesta T AK Rang drei in der Klasse der Alkoven bis 50 000 Euro der promobil Leserwahl.
Knapp dahinter taucht bereits der neue Bürstner Argos Time auf. Mit ihm kehrte Bürstner nach einer Pause zurück unter die Alkovenmobile für schmalere Geldbeutel. Knaus ist dort seit vielen Jahren vertreten. Der Sport-Traveller jedoch ist in die Jahre gekommen: Er rutscht von Rang drei auf fünf ab, unmittelbar vor den Weinsberg AL aus dem gleichen Unternehmen.

Auch bei den gehobenen Alkovenmobilen über 50 000 Euro erringt Dethleffs mit dem wuchtigen Globetrotter XXL eine Top-Platzierung, muss sich allerdings dem Hymer Camp geschlagen geben, der das Feld mit Vorsprung anführt. Die Bronzemedaille schnappt sich dieses Jahr der Karmann Colorado, auch er mischt bei der promobil Leserwahl traditionell immer vorne mit.
Das gilt ebenfalls für den Eura Mobil Activa, in diesem Jahr auf Platz vier angesiedelt. Gefolgt vom ausladenden Concorde Cruiser C1, erfolgreichster Vertreter der seltenen Dickschiffklasse. Der Concorde schiebt sich knapp vor die Alkovenmobile von Frankia.
Teilintegrierte Wohnmobile liegen in der Publikumsgunst vorn, daraus resultieren die größten Teilnehmerfelder. Die Gruppe der schlanken Vans hat dagegen spürbar an Strahlkraft verloren, die Redaktion hat sie deshalb wieder in die Teilintegrierten eingegliedert. Hier machen außerdem Wohnmobile mit Hubbett Furore. Prompt wählen die promobil Leser in der Gruppe der günstigen Modelle bis 50 000 Euro jeweils einen Vertreter der populären Teilintegrierten-Varianten aufs Treppchen.
Ganz oben steht mit dem Dethleffs Advantage T ein klassisches T-Modell. Ihm folgt mit knappem Abstand auf Platz zwei der Hymer Van. Auf Rang drei der promobil Leserwahl liegt mit dem Bürstner Ixeo das Original aller Teilintegrierten mit Hubbett. Er hat’s ganz knapp vor dem Eura Mobil Terrestra T geschafft, verfolgt vom Hobby Van Exclusive.

Die Preiskategorie der Teilintegrierten über 50 000 Euro ist mit gleichfalls 38 Kandidaten genauso hart umkämpft. Hier zählte in diesem Jahr jede Stimme: Mit hauchdünnem Vorsprung verdrängte der Carthago Chic C-Line T den Hymer Tramp von Platz eins. Mit knappem Abstand folgt auf Platz drei der Eura Mobil Contura. In seinem Windschatten fährt der La Strada Nova auf Rang vier. Den Platz dahinter belegt der neue Bürstner Solano – ein Zeichen, dass es in dieser hart umkämpften Klasse selbst ausgewiesene Spezialisten nicht leicht haben.
Anders bei den integrierten Wohnmobilen: Hier tritt die neue Hymer B-Klasse in die Fußstapfen ihrer Vorgänger – unangefochten belegt sie Rang eins bei Integrierten bis 70 000 Euro. Dahinter balgen sich wie im Vorjahr Hymer und Dethleffs um die weiteren Medaillenplätze, der Exsis-i behält knapp die Oberhand vor dem Globebus I. Ihm folgen mit sehr knappem Abstand Rapido Serie 9 und Eura Mobil Integra Style. Platz zwei und Platz fünf der promobil Leserwahl liegen in dieser Klasse nur 1,2 Prozentpunkte auseinander, ein Rennen um Stoßstangenbreite. Mit Bürstner Aviano und Dethleffs Esprit I folgen zwei weitere große Namen mit guten Punktzahlen, trotzdem reicht es nur für die Plätze sechs und sieben.
Die Hymer B-Klasse SL triumphiert wie im Vorjahr in der Integrierten-Oberklasse. Diese Liga reicht jetzt von 70 000 Euro bis hinauf zu den Traumschiffen. Die Leser von promobil bleiben jedoch überwiegend bodenständig: Hinter der B-Klasse belegen Carthago Chic C-Line I und Concorde Carver/Charisma die Medaillenplätze. Mit Bürstner Elegance, Concorde Credo und Carthago Chic E-Line I geht es im Verfolgerfeld extrem knapp zu – nur 0,2 Prozentpunkte trennen Platz drei und Platz sechs – spannender geht es nicht.

Das gilt ebenfalls für die Importwertungen dieser Leserwahl. Hier ragen mit Adria, Laika und Rapido drei Marken aus drei Ländern heraus: Sie erreichen zusammen 17 von 27 möglichen Platzierungen in den neun Wohnmobil-Kategorien. Mit drei ersten Plätzen schiebt sich Adria in diesem Erfolgs-Trio um einen Wimpernschlag nach vorn. Interessant ist auch der Wettkampf zwischen den Wohnmobilnationen Frankreich und Italien: Mit neun gegen sechs Platzierungen weht die Trikolore ein wenig höher als die italienische Flagge.

Dies dreht sich beim Blick auf die Wertung der Wohnmobil-Basisfahrzeuge: Hier hat der Dauerbrenner Fiat Ducato in diesem Jahr unangefochten die Stoßstange vorn. 57,6 Prozent der Stimmen entsprechen annähernd seinem Marktanteil. Dieser Anteil liegt für den Mercedes Sprinter zwar bedeutend geringer, doch sein klarer zweiter Platz unterstreicht die Beliebtheit des Modells mit Stern in der Oberklasse der Wohnmobile. Ähnliches gilt für den Iveco Daily auf Platz drei, den Truck unter den Transportern. Eine Anmerkung wert ist auch Rang sieben für den neuen Renault Master. Ob sich dies bald in Wohnmobilzulassungen widerspiegelt? Noch ist der Master Außenseiter.

Viele Marken und Modelle genießen unter den fachkundigen promobil-Lesern Sympathien. Und was nicht ist, kann ja noch werden – nach der Wahl ist vor der Wahl.

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promobil

Datum

3. Mai 2011
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