Alles über Caravan Salon 2016
Wohnmobil Trends 2017 30 Bilder Zoom

Caravan Salon 2016: 7 Wohnmobil-Trends für 2017

Der Weg zum Caravan Salon 2016 lohnt sich: Mehr Fahrzeuge als je zuvor stehen dort und zeigen die neusten Entwicklungen für den perfekten Wohnmobil-Urlaub. Wir verraten die wichtigsten Trends vorab.

Wohnmobil-Urlaub ist im Trend – dass das so bleibt, dafür sorgen die Hersteller von Freizeitfahrzeugen. Auf dem Caravan Salon zeigen sie ihre neuesten Entwicklungen, damit der Reisemobilurlaub noch angenehmer wird. promobil fasst die wichtigsten Tendenzen vorab zusammen:

Trend 1: Frisches Design

Der neue Smove von Niesmann + Bischoff kommt einem Paukenschlag gleich – nicht nur, aber vor allem in puncto Außendesign. Selten gab es bislang Teilintegrierte, bei denen Fahrerhaus und Aufbau eine so vollendete optische Einheit bildeten. Reisemobile wie der Smove tragen auch dazu bei, dass sogar Menschen, die Mobilurlaub bisher nicht so "sexy" fanden, plötzlich anfangen, Interesse zu zeigen.

Automotives Design ist dabei ein Zauberwort, das offenbar auch andere Hersteller antreibt – ersichtlich etwa an der komplett neuen Front der integrierten Adria-Sonic-Modelle. Stilmittel und Elemente aus dem aktuellen Pkw-Design fügen sich hier gekonnt zu einem attraktiven und eigenständigen Gesicht zusammen.

Liner und Integrierte sind traditionell die Modelle, bei denen sich Designer austoben dürfen und die einer Marke Eigenständigkeit verleihen. Auch bei der französischen Marke Pilote erhalten die Galaxy-Integrierten einen gänzlich neuen Look. Das freundliche Gesicht lässt die Fahrzeuge wohlproportioniert erscheinen und soll sich zudem durch eine gute Übersichtlichkeit auszeichnen.

Sportlich, schnittig präsentieren sich zudem die ebenso neu gestalteten Kompaktintegrierten der Dethleffs-Globebus-I-Serie, die sich als GT-Variante zusätzlich optisch aufpeppen lassen. Weitere stilistische Statements sind mit den neuen Liner-Top-Baureihen der Marken Morelo und Phoenix angekündigt, die auf dem Caravan-Salon debütieren werden.

Frisch und modern lockt aber auch so manches neu gestaltete Interieur zur Wohlfühlprobe auf der Messe. Erstaunlich: Selbst für Baureihen in unteren bis mittleren Preisregionen haben sich die Hersteller einiges einfallen lassen. Beispiele gefällig: der neue Roller Team Granduca, der Hobby Optima Design Line, der Rimor Europeo und der Knaus Sky TI.

Trend 2: Saubere Motoren

Der Marktführer unter den Basisfahrzeugherstellern kommt den speziellen Anforderungen der Reisemobilbranche entgegen: Um die Euro-6-Vorschriften zu erfüllen, rüstet Fiat den bekannten 2,3-Liter-Motor des Ducato mit einer zusätzlichen Abgasrückführung aus – jedoch nicht mit SCR-Technik, die den Zusatz von Adblue benötigt.

In praktisch allen anderen Basisfahrzeugen dieser Klasse findet man ab sofort einen Adblue-Tank. Durch das Additiv werden die Abgase besonders effizient gereinigt. Insbesondere die in die Diskussion geratenen Stickoxide können damit wirkungsvoll reduziert werden.

Ford entwickelte nicht zuletzt mit Blick auf künftige Abgasnormen einen vollständig neuen Motor. Citroën Jumper und Peugeot Boxer – sonst baugleich mit dem Fiat – erhalten nun einen eigenen Adblue-Motor aus dem Peugeot-Konzern. Renault Master und Iveco Daily sind zum neuen Modelljahr ebenfalls mit dieser Abgastechnik ausgerüstet. Bei Mercedes und VW ist sie schon länger erhältlich. Fiat plant die Adblue-Einführung ab 2018.

Trend 3: Digitalisierung

Mehr und mehr Hersteller aus der Reisemobilindustrie setzen auf die digitale Steuerung der Bordtechnik. Damit alle Geräte miteinander kommunizieren können, müssen sie eine einheitliche Sprache sprechen. Die Plattform dafür bietet der bereits 2011 eingeführte Caravaning-Industrie-BUS – ein standardisiertes und für sämtliche Peripheriegeräte zugängliches System zur Datenübertragung – vorausgesetzt, die jeweiligen Hersteller beteiligen sich an der CI-BUS-Partnerschaft.

Zum Caravan-Salon 2016 nimmt die Digitalisierung noch einmal Fahrt auf: Vermehrt können Geräte fortan per Smartphone-App bedient werden. Dem Trend folgt 2017 auch Brennstoffzellenspezialist Efoy. Dank der Vernetzung arbeiten auch mehrere Geräte intelligent zusammen. So steuert die Truma-iNet-Box automatisch Heizung und Klimaanlage, damit die in der App eingestellte Temperatur erreicht und gehalten wird.

Die Digitalisierung fördert auch die Vernetzung von Reisemobil und der Ausstattung verschiedener Zulieferer. So lassen Hobby und LMC fortan nicht nur Heizung und Klimaanlage mobil steuern: Auch die Füllstände von Wasser- und Abwassertank können vom Smartphone abgelesen werden.

Wie denken unsere Leser über die Digitialisierung im Wohnmobil? Das lesen Sie in unserer aktuellen Umfrage-Auswertung.

Trend 4: Grundriss-Vielfalt

Die Deutschen lieben Einzelbetten. Jedenfalls eine Mehrheit. Das heißt aber nicht, dass die Hersteller zur Saison 2017 nicht viele neue Grundriss-Ideen verwirklichen würden.
Beispielsweise wächst die Anzahl der Hecksitzgruppen-Modelle weiter. Das fördert Gemütlichkeit und Platzangebot, denn im Gegensatz zur Dinette hinterm Fahrerhaus steht Hecksitzgruppen die volle Innenbreite zur Verfügung. Häufig findet man die Kombination mit einer Garage wie beim schmalen Hymer B 534 DL oder dem stattlichen Concorde Carver 890 RRL. Auf die geliebten Einzelbetten – nämlich im Bug – muss man bei beiden Modellen nicht verzichten.

Nicht spektakulär genug? Dann schauen Sie sich Challenger 291 oder Chausson 611 an. Über zwei Aufbautüren gelangt man in die Sitzgruppe aus vier Einzelsesseln. Im Heck gibt es zudem eine Lounge-Sitzrunde. Und gleich zwei Hubbetten vorn und hinten. Die räumlichen Vorteile von Hubbetten nutzt auch Bürstner, etwa beim nur 6,49 Meter langen Ixeo IT 640, bei dem die Platzierung der Küche quer im Raum einen bestmöglichen Zugang zu dem längs angeordneten Bett gewährleistet. Einzelbetten-Verschmäher finden also mehr Alternativen denn je.

Trend 5: Aufbau-Technik

Die Aufbau-Technik von Freizeitfahrzeugen ist im Wandel. Konventionelle Materialien im Sandwich wie Holz oder Styropor werden immer mehr von PU-Verstärkungen und hochwertigeren XPS-Schäumen verdrängt. Eine für den Kunden ebenfalls erfreuliche Nebenwirkung sind die verlängerten Garantiezeiten auf Feuchteschäden (mehr dazu in unserer aktuellen promobil Ausgabe 09/2016).

Leichtbau bleibt ein wichtiges Thema: Knaus zeigt den neuen Fibre-Frame, eine Konstruktion des Kabinenrahmens aus speziell verklebten geschäumten Formteilen, die einerseits sehr stabil und andererseits extrem leicht sind. Bisher wird die Technik nur bei dem Caravan Travelino eingesetzt, soll aber in absehbarer Zeit auch die Reisemobile von Knaus erreichen.

Ein Beispiel für nutzwertigere Aufbautechnik liefert der neue Bürstner Lyseo mit seinem Funktionsdoppelboden. Carthago, Spezialist für Reisemobile mit Keller, verfeinert seine Technik immer weiter. In der günstigsten Baureihe, dem C-Tourer, macht mehr Stauraum den Doppelboden jetzt noch besser nutzbar.

Trend 6: Flexible Betten

Mit einem Problem müssen sich alle Grundriss-Designer herumquälen: Immer herrscht viel zu wenig Platz. Da mag es hilfreich sein, in die dritte Dimension auszuweichen und die Betten nach oben zu verlagern und nur bei Bedarf auf Nutzungshöhe abzusenken. Bei Integrierten mit Hubbett über den Fahrersitzen eine längst bewährte Methode. 2017 erreichte die Idee, ein Hubbett auch an anderer Stelle im Fahrzeug zu positionieren, fast alle Hersteller.

Speziell in den beliebten Teilintegrierten findet man Hubbetten in vielfältigen Formen realisiert. Waren bis dato überwiegend quer über dem Wohnbereich angeordnete Hubbetten die Regel, so zeigen sich immer mehr Speziallösungen. Auf dem Caravan-Salon 2016 lohnt es sich, einen genaueren Blick darauf zu werfen.

Bei Chausson beispielsweise steht der Welcome 630, ein Teilintegrierter mit einer schicken Heckbad-Lösung und zwei mittigen Längssofas. Darüber schweben statt einer kompletten Liege zwei getrennte Längs-Einzelbetten. So lassen sich bei Bedarf Wohn- und Schlafbereich "teils, teils" und nicht "entweder, oder" nutzen.

Im kompakten Integrierten von Hymer, im Duomobil B-DL 534, befindet sich direkt über dem Fahrerhaus das Hubbett, das als Besonderheit mit einem Längs-Einzelbettenauszug ausgestattet ist, was den Schlafkomfort für Paare beträchtlich erhöhen soll.

Bewegliche Einzelbetten gibt es auch im neuen Roller Team Granduca 284 TL. Hier können die beiden Liegeflächen variabel in die Höhe gefahren werden, womit einerseits ein entspannt bequemer Einstieg gelingt oder aber bei hochgestellten Betten ein darunterliegender, nun größerer Heckstauraum nutzbar ist.

Flexible Bettenlösungen sind auf dem Vormarsch. Und selbst das klassische, quer installierte Hubbett ist noch immer für Überraschungen gut. Dann nämlich, wenn es wie im Bürstner Lyseo Raum schafft für eine legere Hecksitzgruppe im Lounge-Stil. Nehmen wir Platz und freuen uns über so viel Flexibilität, über Betten, die all dies ermöglichen.

Trend 7: Kompakte Campingbusse

Campingbusse mit Aufstelldach liegen voll im Trend. Dabei stehen sie nicht nur bei jungen Familien und Outdoorfans hoch im Kurs. Viele Hersteller beobachten, dass auch ältere Käufer, die mitunter in der Vergangenheit schon mit größeren Reisemobilen unterwegs waren, sich wieder oder erstmals für einen ausgebauten Kompakt-Van entscheiden.

Von der großen Beliebtheit profitieren in erster Linie natürlich etablierte Modelle wie VW California oder Mercedes Marco Polo. Ersterer ist auf dem Caravan-Salon einmal mehr als Sondermodell zu sehen. Auch Alternativen wie der Ford Nugget oder die Varianten zahlreicher Ausbauspezialisten stehen hoch im Kurs. Die hohe Nachfrage ruft aber ebenso immer mehr Campingbushersteller auf den Plan, die sich bisher auf größere Fahrzeuge spezialisiert hatten.

Auf dem Caravan-Salon stellt Pössl – Marktführer in der Ducato-Klasse – den ersten kompakten Camper auf Basis des Citroën Spacetourer vor. Der Pössl Campster hat einen entnehmbaren Küchenblock und soll unter 40.000 Euro kosten. Auch Adria wagt sich mit dem Adria Active auf Basis des Renault Trafic in dieses Segment. Auf gleicher Grundlage baut die Rapido-Tochter Dreamer den neuen Mirande S, jedoch mit vorne angeschlagenem Hubdach. Karmann legt eine zweite Variante des Colibri mit Winkelküche und Bad im Heck nach. Noch größer ist die Vielfalt bei den vielen handwerklich arbeitenden Ausbaubetrieben, die diese Klasse längst für sich entdeckt haben.

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promobil

Datum

18. August 2016
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