Nichts beeinflusst das Leben an Bord so stark wie die Raumaufteilung. 34 Bilder Zoom

Aktuelle Trends bei den Wohnmobil-Grundrissen: Offenes Geheimnis

Was entscheidet über Kauf oder Ablehnung? Nichts beeinflusst das Leben an Bord so stark wie die Raumaufteilung. promobil zeigt, was der Markt zu bieten hat und worauf es bei der Grundrisswahl ankommt.

Worauf achten Sie, wenn Sie sich auf Messen die neuen Reisemobile ansehen? Ist es das gut motorisierte Basisfahrzeug oder die ausgefeilte Aufbautechnik? In den meisten Fällen dürfte es wohl die gelungene Inneneinrichtung sein, die über Kauf oder Ablehnung entscheidet. Umgekehrt ausgedrückt: Gefällt der Grundriss nicht, hilft auch der starke Motor nicht weiter.

Der Grundriss bestimmt das Leben an Bord

Während andere Vorzüge eines Reisemobils in unterschiedlichen Situationen eine mehr oder weniger wichtige Rolle spielen, bestimmt die Raumaufteilung praktisch rund um die Uhr das Leben an Bord. Nicht anders als zu Hause. Der große Unterschied: Beim Reisemobilkauf muss gleichzeitig über die Möblierung von Wohn- und Schlafzimmer, Küche und Bad entschieden werden. Keine einfache Aufgabe, zumal nicht jeder Hersteller alle denkbaren Kombinationen im Angebot führt. promobil hat deshalb die wichtigsten Elemente aktueller Reisemobilinterieurs zusammengestellt. Angesichts der Vielfalt des Marktes kann es keinen Anspruch auf Vollständigkeit geben.

Unsere Übersicht bezieht sich auf Serienmobile durchschnittlicher Größe mit einer Außenlänge zwischen sechseinhalb und siebeneinhalb Metern. Wie sieht es also in der breiten Mittelschicht der Reisemobile aus? Ein Trend ist bei der Durchsicht des Grundrissangebots offensichtlich: Die Auswahl ist in jüngster Zeit zurückgegangen. Statt vollem Programm heißt es immer öfter: Konzentration auf die Bestseller. Werden wir deshalb bald alle in einem Reisemobil mit Sitzgruppe im Bug und Einzelbetten im Heck unterwegs sein? Bei genauerem Hinsehen gibt es auch in Zeiten reduzierter Programme immer noch eine beträchtliche Auswahl.

Verschiedene Länder, verschiedene Grundrisse

Das ist schon für den europaweiten Erfolg der Hersteller nötig. Franzosen wünschen sich nun einmal ein kuscheliges Queensbett, Italiener fordern einen familienfreundlichen Alkoven, und viele Skandinavier schätzen Einzelbetten mit freiem Durchgang ins Heckbad.

Davon profitieren auch einheimische Käufer mit eigenen Vorstellungen. Davon abgesehen wissen auch Entwickler, dass Reisemobilsten Individualisten sind und probieren immer wieder neue Ideen aus. Die Grundrisswelt befindet sich also in einem steten Wandel, um sich den Kundenbedürfnissen optimal anzupassen.

Sonderwünsche bei Nachfrage

Und wenn aktuell nichts Passendes dabei ist? Der Königsweg wäre wohl ein Individual- oder Selbstausbau, der jedoch im einen Fall mehr Geld und im anderen Fall mehr Zeit verlangt. Einfacher erscheint zunächst die Nachfrage beim Händler oder das intensive Studium von Prospekten und Preislisten. Oft gibt es noch mehr Variationen, als es die Grundrissübersichten glauben machen. Eine L-Sitzgruppe statt einer Halbdinette, ein Bett in bequemer Höhe oder eine Küche mit hohem Kühlschrank tauchen oft erst in der Liste der Sonderausstattungen auf. Je höher der Preis, desto eher sind manche Hersteller bereit, auf Sonderwünsche einzugehen.

Wenig ratsam erscheint dagegen der Griff zum eigenen Werkzeugkasten. Moderne Reisemobilmöbel lassen sich kaum selber umbauen, ohne die gesamte Stabilität und die optische Anmutung zu beeinträchtigen. Von der Verringerung des Gebrauchtfahrzeugwerts ganz zu schweigen.

An welcher Stelle sollte man beginnen, um den passenden Grundriss zu finden?

Statistisch betrachtet, verbringt man die meiste Zeit an Bord im Bett, das deshalb an erster Stelle steht. Danach folgt das Wohnzimmer, ab dann andere persönliche Vorlieben. Wie oft wird im Fahrzeug gekocht, geduscht oder ferngesehen? Muss die große Garderobe mit oder vor allem die Fahrräder? Es lohnt, darüber intensiv nachzudenken.

Viel weniger wichtig, als es bei der ersten Besichtigung den Anschein hat, sind Möbeloberflächen oder Polster. Anders als das Grundrissangebot sind die Wahlmöglichkeiten der dekorativen Elemente zuletzt stark gewachsen.

Kommentar: Ein wenig Mut tut gut

Hinter den Kulissen unterscheidet man bei Herstellern gerne zwischen Renner- und Penner-Grundrissen. Die Konsequenz: Was den Händlern nicht aus den Händen gerissen wird, lohnt nicht, fliegt raus. Dabei ist die Grundrisswahl viel mehr als ein wirtschaftlicher Faktor. Eine besondere Einrichtung kann überhaupt erst die Kaufabsicht auslösen. Wenn die Entscheidung dann steht, ist der Traumgrundriss aber manchmal schon wieder aus dem Programm entfallen. Für Kaufanreize brauchen Hersteller also ein wenig Mut: Einerseits, um immer wieder Neues zu wagen, andererseits, um ungewöhnlichen Ideen die Zeit zu geben, sich durchzusetzen.

Report: Günstige Reisemobile

Foto

Steffen Zink, Hersteller

Datum

7. Januar 2014
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