Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer zeigt auf der Techno Classica eine Bulli-Restaurierung live vor Publikum Zoom

Volkswagen Nutzfahrzeuge: Bulli-Restaurierung live

Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer zeigt auf der Techno Classica eine Bulli-Restaurierung live vor Publikum.

Bereits zum fünften Mal präsentiert sich Volkswagen Nutzfahrzeuge in diesem Jahr auf der Techno Classica, der größten Oldtimer-Messe Europas in Essen (Halle 7, Volkswagen Stand). Das Unternehmen hat gleich zwei Jubiläen zu feiern: 30 Jahre Caddy und 65 Jahre Bulli. Dem Anlass gemäß hat Volkswagen Nutzfahrzeuge eine Sensation zu bieten: Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer bietet künftig Restaurierungen historischer Volkswagen Nutzfahrzeuge ab Werk an - inklusive Zertifikat und ausführlicher Fotodokumentation und zeigt dies in einer Show-Restaurierung.

Auf dem Stand von Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer sind insgesamt sieben Fahrzeuge zu sehen: ein T2 a/b, ein T2b, ein T1 Kastenwagen, der legendäre B 32 (ein T3 mit Porsche-Motor), ein Caddy 1 aus dem Jahr 1984, dessen Ur-Ahn, ein quietschgelber Fridolin Baujahr 1968 sowie ein Beck‘s-Bulli. Als Restaurierungs-Objekte zeigt das Team einen T2b, der für die Herrenhäuser Brauerei in Hannover aufbereitet wird, und einen T2 a/b Baujahr 1972 mit 49 kW/66 PS. Das Fahrzeug gehört der Romantik Hotel-Gruppe und wird derzeit bei Volkswagen Nutzfahrzeuge vollständig restauriert. Der Camper war im Januar 1972 in die USA exportiert und später zurück nach Deutschland geholt worden. Das Mechaniker-Team hat den Bulli vollständig zerlegt und arbeitet derzeit an einer Komplettrestaurierung. Die Romantik-Hotel-Gruppe ist Kooperationspartner von Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Zum Thema Bulli gibt es in diesem Jahr einen T1 Kastenwagen, Baujahr 1950, in der Lackierung „Taubenblau“ zu sehen (Lackcode L31). Das Fahrzeug rollte am ersten Produktionstag, am 8. März 1950, in Wolfsburg vom Band. Der Transporter der ersten Generation entstand damals weitestgehend noch in Handarbeit. Das ausgestellte Fahrzeug war bis in die 60er Jahre im Werk als Logistikfahrzeug eingesetzt und ist seit 1985 im AutoMuseum Wolfsburg zu sehen.

Legendärer B 32 – T3 mit Porsche-Motor

Besucher können auch den B32 bewundern: Das erste Fahrzeug dieser Art war ein bei Porsche umgebauter Bulli. Ingenieure hatten einen T2 mit einem 74 kW/100 PS-Aggregat aus dem VW Porsche 914 ausgerüstet. Zur Weiterentwicklung des Fahrzeugs kam es auf Anregung von Helmuth Bott (1925 bis 1994). Bott war einer der leitenden Ingenieure bei Porsche und unter anderem von 1978 bis 1988 Vorstand für Forschung und Entwicklung. Die Idee war damals, einen Motor aus einem Porsche 911 in einen T3 einzubauen, so dass der VW-Bus den schnell gefahrenen Tagesetappen der Versuchsfahrzeuge folgen könnte. Im Herbst 1981 begannen Spezialisten, die Idee zu verwirklichen, und den Motor des 911 SC in einen T3 einzubauen.

Ende 1983 startete der Bau von neun Fahrzeugen. Produktionsort war die Porsche Werkstatt in Welcherath (Nähe Nürburgring). Die genaue Anzahl aller produzierten „B 32“ ist nicht bekannt; von 15 „B 32“ mit Porsche- und zwei mit Volkswagen- Fahrgestellnummer wird ausgegangen. Einer der Hingucker auf dem Stand von Volkswagen Nutzfahrzeuge dürfte auch in diesem Jahr wieder der originalgetreue Beck‘s- Bulli sein. Den rot-weißen VW-Bus, einen T1 Kastenwagen aus dem Jahr 1964, hat Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer für die historische Flotte angekauft. Zuvor gehörte er einem Unternehmer aus Bremen, der ihn aufwändig aufgebaut hat. Der Bulli mit dem alten Beck‘s-Slogan „Beck‘s Bier löscht Männerdurst“ ist mit einem Tresen und einer funktionierenden Zapfanlage ausgestattet. Ein Original Westfalia-Anhänger gehört ebenfalls dazu. Den Durst aller Oldtimer-Fans soll der Beck‘s-Bulli auch löschen: An den Publikumstagen wird Volkswagen Nutzfahrzeuge Bier, Softdrinks und Kaffee an Besucher ausschenken. Auch die Volkswagen Currywurst darf nicht fehlen: Der Currywurst-Bulli steht in diesem Jahr am Eingang vor der Halle 7.

Der Urahn des Caddy ist auch dabei

Der erste Caddy kam vor 30 Jahren, im Jahr 1982, ursprünglich als Pickup Truck auf den US-Markt, dann als Caddy auf den europäischen Markt. Heute, 30 Jahre später, ist er als Marktführer eine feste Größe im Segment der kompakten Vans und Stadtlieferwagen; selbst als Taxi ist der aktuelle Caddy beliebt. Über 1,5 Millionen Caddy wurden bisher verkauft.

Als „VW Typ 147“ wurde der Urahn des Caddy, der erste Fridolin, im April 1965 bei Westfalia gebaut. Eingesetzt war er in erster Linie für die Deutsche Bundespost. Die Postboten, die in dem wendigen kleinen Fahrzeug Briefe und Pakete auslieferten, gaben ihm der Überlieferung nach selbst den Namen Fridolin. Insgesamt entstanden bis 1974 genau 6.139 Fridolin.

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VW

Datum

22. März 2012
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