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DCHV Kauftipps für gebrauchte Wohnmobile: Günstige Alternative

In Deutschland boomt im Moment der Markt für gebrauchte Wohnmobile. Der DCHV gibt vier Tipps, was Einsteiger beim Gebraucht-Kauf beachten sollten: Kilometerstände, Wohnaufbau, Zeit und Händler.

Allein im Jahr 2014 verzeichnete der Markt von gebrauchten Caravans und Wohnmobilen laut der vom Kraftfahrt Bundesamt erfassten Besitzumschreibungen einen Zuwachs von neun Prozent. Denn: Gebrauchtfahrzeuge sind eine günstige Alternative für Caravaning-Einsteiger. Aber gerade diese sollten sich vor dem Kauf eines gebrauchten Wohnmobils gut informieren.

Der DCHV, der Deutsche Caravaning Handels-Verband, hat vier wichtige Tipps für den Gebrauchtkauf: 

Tipp 1: Kilometerleistung ist zweitrangig

Was bei einem PKW-Kauf oft eines der wichtigsten Entscheidungskriterien für oder gegen ein Gebrauchtfahrzeug ist, tritt bei Reisemobilen in den Hintergrund. Die Chassis von Wohnmobilen sind strapazierfähige Nutzfahrzeuge, die von Caravaning Reisenden weit unter ihrer maximalen Kilometerleistung bewegt werden. Selbst bei Reisemobilen, die zehn oder mehr Jahre alt sind, sind Kilometerstände unter 100.000 keine Seltenheit. Daher sagt der Kilometerstand wenig über den generellen Zustand des Wohnmobils aus. Dennoch sollten natürlich die Funktionen des Basisfahrzeugs getestet sowie das Alter und die Profiltiefe der Reifen geprüft werden.

Tipp 2: Wohnaufbau checken

Der größte Feind des Wohnaufbaus ist Feuchtigkeit. Diese kann dem Fahrzeug auch im geparkten Zustand zusetzen. Kondenswasser durch mangelnde Lüftung oder kleine Undichtigkeiten können den Wohnaufbau eines Reisemobiles mit den Jahren nachhaltig schädigen. Den Dichtungen um Fenster und Durchbrüche muss daher bei der Fahrzeugbesichtigung besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Sollte es im Innenraum schon zu Schimmelbildung gekommen sein, ist eine Beseitigung der Schäden oftmals nur noch mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich.

Auch die Duschwanne im Bad sollte auf Risse und Beschädigungen untersucht werden. Durch sie kann Nässe an den Unterboden gelangen. Mit einem gründlichen Blick unter das Reisemobil wird der Holzboden des Wohnaufbaus auf seinen Zustand überprüft. Sind diese Punkte alle einwandfrei, bleibt noch die Funktionsprüfung der elektrischen Installation, der Gas- und Wasseranlage sowie der zahlreichen Scharniere, Auszüge und Schlösser an den Möbeln.

Tipp 3: Lassen Sie sich Zeit!

Für eine Besichtigung beim Kauf eines gebrauchten Reisemobiles sollten sich Interessenten folglich viel Zeit nehmen. Wer sicher gehen will, dass ihm nichts entgeht, sollte auch beim Kauf von Privat das Fahrzeug von einem Caravaning-Fachhändler begutachten und schätzen lassen.

Tipp 4: Beim Fachhändler kaufen

Wer sichergehen will, kauft auch das Gebrauchtmobil direkt beim Caravaning-Fachhändler. Dessen Gewährleistung, Werkstatt und Infrastruktur sorgt auch nach dem Kauf für einen zuverlässigen Service. Untrügliches Zeichen für die Qualität eines Händlers ist die DCHV-Auszeichnung. Ein Hinweis auf die Auszeichnung findet sich in den Handelsbetrieben und oft auch auf den Internetseiten der Händler.

Mehr Infos: www.dchv.de

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Autor

Foto

Uli Regenscheit, Ingolf Pompe, Archiv

Datum

5. Februar 2015
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