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Wildwechselzeit - Unfälle mit Tieren: Welche Versicherung hilft bei Wildunfall?

Der Herbst ist Wildwechselzeit: Wildtiere finden auf den abgeernteten Feldern kein Futter und queren deutlich häufiger die Straße. Gibt es eine Versicherung, die bei einem Unfall mit Tieren hilft?

Im Herbst gibt es mehr Unfälle mit Tieren als zu anderen Jahreszeiten. 2012 erreichte die Zahl der Wildunfälle in Deutschland mit rund 258 einen Höchststand. Wie vermeiden Sie einen Zusammenstoß und welche Versicherung springt im Fall eines Wildunfalls ein? Hier einige Tipps von Frank Bärnhof, einem Versicherungexperten von CosmosDirekt.

Wie können Fahrer Wildunfällen vorbeugen?

Fast jeder zweite Autofahrer in Deutschland (47 Prozent) ist bereits einmal mit einem Tier zusammengestoßen oder musste einem Tier ausweichen. Fahrer sollten sich deshalb auf kreuzendes Wild vorbereitet: Besonders in der Dämmerung sollten Sie achtsam fahren und in der Nähe von Wald und Feld die Geschwindigkeit senken. Bleiben Tiere reglos auf der Fahrbahn stehen, empfiehlt es sich, kontrolliert zu bremsen, abzublenden und zu hupen, um sie zu vertreiben.

Was tun, wenn ein Zusammenstoß unvermeidbar ist?

Das Tier ist wie erstarrt, der Bremsweg zu lang? Dann hilft nur noch, das Lenkrad festzuhalten und möglichst geradeaus zu fahren. Ausweichmanöver sollten Sie vermeiden: Zwar können sie die Tiere retten – für den Menschen aber bergen sie das Risiko eines noch gefährlicheren Zusammenstoßes, etwa mit einem anderen Fahrzeug oder einem Baum.

Was ist der richtige Versicherungsschutz?

Ist es zu einem Wildunfall gekommen, springt die Teilkaskoversicherung ein: Sie kommt für Schäden am eigenen Auto auf, wenn sie durch eine Kollision mit sogenanntem Haarwild – Wildschweine, Rehe, Hirsche, Füchse oder Hasen – entstanden sind. Unfälle mit Rindern, Pferden, Schafen oder Ziegen sind jedoch nicht durch jede Teilkasko abgedeckt.

"Versicherte sollten nachprüfen, wann ihre Police greift", rät Frank Bärnhof, Kfz-Versicherungsexperte von Cosmos Direkt. "Gut geschützt sind sie mit einem erweiterten Wildschaden-Schutz, der beim Zusammenstoß mit Tieren aller Art greift."

5 Schritte, wie Sie bei einem Wildunfall reagieren sollten

  1. Unfallstelle sichern: Warnblickanlage einschalten und das Warndreieck aufstellen.
  2. Vorsicht Krankheiten: Verletzte Tiere können in Panik beißen, daher am besten nicht berühren.
  3. Polizei benachrichtigen und Wildunfallbestätigung ausstellen lassen: Entweder übernimmt dies die Polizei selbst oder sie benachrichtigt den zuständigen Förster, der die Bescheinigung ausstellt.
  4. Versicherung informieren und Fotos machen: Bilder von Unfallort, Tier und Fahrzeug unterstützen die rasche Schadenregulierung.
  5. Wilderei ist strafbar: Auf keinen Fall totes Wild mitnehmen.

Sie wollen mehr zum Thema Wohnmobil-Versicherung erfahren? Dann lesen Sie unbedingt die nächste Ausgabe von promobil 11/2014, darin gibt es einen ausführlichen Ratgeber zum Thema.

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Yurephoto

Datum

30. September 2014
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