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Selbstausbau auf Mercedes Sprinter: Traum-Wohnmobil mit Ormocar-Wohnkabine

Seit er das Reisen mit dem Wohnmobil für sich entdeckt hat, plante Klaus Koller sein eigenes Traummobil. Beinahe scheiterte jedoch die Verwirklichung, doch er fand einen Weg um sein Projekt zu retten.

Rund 17 Jahre lang waren Klaus Koller und seine Frau in einem Eura Mobil auf Tour. Manche Verbesserungen und Ergänzungen sowie einige Reparaturen führte er in dieser Zeit selbst am Fahrzeug durch. Dabei reifte der Plan, ein Mobil ganz nach eigenen Vorstellungen und möglichst selbst zu bauen. 

Als Basis wählten die Kollers den komfortablen Mercedes Sprinter mit Alko-Tiefrahmen, auf den ein teilintegrierter Aufbau von Leerkabinenspezialist Ormocar gesetzt wurde. Den kompletten Ausbau realisierte Klaus Koller dann eigenhändig. In der gut eingerichteten Hobbywerkstatt entstanden die Möbel mit Fronten aus massivem Ahorn. 

Der Grundriss fiel dabei relativ konventionell aus. Das Fahrerhaus lässt sich in die Sitzgruppe aus L- und Seitenbank integrierten. Danach folgen rechts die Küche und links das kompakte Bad. Im Heck warten schließlich Längseinzelbetten auf müde Reisende.

Beinahe wäre das Projekt aber noch während der Bauphase an der Gewichtsbilanz gescheitert. Die erste Wägung ergab, dass, trotz penibler Kalkulation, die 4,2 Tonnen Gesamtgewicht und vor allem die Hinterachslast für den anvisierten Rollertransport nicht reichten. Nach erstem Frust fand sich die Lösung: die nachrüstbare Zusatzachse des Anbieters Paul. So konnte das Gesamtgewicht auf 6,0 Tonnen erhöht werden. Allerdings waren dafür aufwendige Änderungen an Kabine und Ausbau nötig.

Viel Technik und Detailarbeit findet sich bei den Installationen, die im Doppelboden untergebracht sind. Komfort und Autarkie waren Koller wichtig, besonders leistungsfähig ist die Elektroabteilung ausgeführt. Die hochwertigen Lithium-Batterien (200 Ah) werden von einer 300-Watt-Solaranlage und einer Gas-Brennstoffzelle befüllt. So sind genügend Stromreserven vorhanden, um nicht nur den 130-Liter-Kompressorkühlschrank, sondern auch die 230-Volt-Klimaanlage über einen Wechselrichter während der Fahrt zu betreiben.

Machen Sie mit! 

Fahren Sie auch ein besonderes Campingmobil? Wir würden Ihr Fahrzeug und seine Geschichte gerne in promobil vorstellen. Senden Sie uns ein paar aussagekräftige Bilder Ihres Reisemobils und eine Beschreibung der wichtigsten Besonderheiten und wie Sie zu Ihrem Fahrzeug gekommen sind. Schreiben Sie an: Redaktion promobil, Stichwort Lesermobil, 70162 Stuttgart, oder an lesermobil@ promobil.de. Für jedes veröffentlichte Lesermobil bedanken wir uns mit einem Stellplatzführer Landvergnügen. 

Vergleichstest: Forster T 738 EB/Sunlight T 67/ Weinsberg TI 700 MEH

Foto

promobil

Datum

27. November 2016
Dieser Artikel stammt aus Heft promobil 11/2016.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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