Reifenexperten geben praktische Tipps für Kauf und Montage der Sommerschlappen Zoom

Tipps für den Pneu-Wechsel : Jetzt ist es höchste Zeit für Sommerreifen

Reifenexperten geben praktische Tipps für Kauf und Montage. Ein neuer 4er-Satz muss nicht teuer sein.

Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung rät dazu, folgende Hinweise für den Reifenwechsel zu beachten: 
- Qualität ist entscheidend.
Darauf kommt es an: optimales Handling, Bremsweg, Aquaplaning, Seitenführung, Rollwiderstand, Komfort, Geräusch und Verschleiß. Gute Sommerreifen müssen nicht zwangsläufig teuer sein. Das zeigt der aktuelle GTÜ-Sommerreifentest der Größe 205/55 R16 (www.gtue.de/produkttests).
 
- Auf Produktionsdatum achten.
Ein als neu angebotener Reifen sollte keinesfalls älter als drei Jahre sein. Da Reifen aufgrund chemischer und physikalischer Prozesse auch durch die bloße Lagerung altern, gilt die Regel: je jünger desto besser. Auch der Laie erkennt das an der so genannten DOT-Nummer, die jeder Reifen an seiner Flanke trägt und dessen vier letzte Ziffern das Produktionsdatum verraten. Steht hier zum Beispiel „5010“, dann bedeutet dies, dass der Reifen in der 50. Kalenderwoche des Jahres 2010 gefertigt wurde.
 
- Je mehr Profil desto besser.
Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Profiltiefe von mindestens 1,6 mm. Die Experten empfehlen aus Gründen der Verkehrssicherheit für Sommerreifen wenigstens 3 mm.
 
- Von hinten nach vorne.
Üblicherweise montiert man bei dieser Gelegenheit die Räder von hinten nach vorne. Die Reifen jedoch niemals von links nach rechts montieren. So ist gewährleistet, dass so genannte laufrichtungsgebundende Reifen immer auf der richtigen Seite aufgezogen bleiben. Durch das Tauschen werden die Reifen gleichmäßiger abgenutzt und können bei Bedarf alle vier auf einmal durch neue Produkte ersetzt werden.
 
- Räder wuchten lassen.
Sowohl bei neuen als auch bei gebrauchten Reifen ist das Auswuchten wichtig. Denn im Laufe der Zeit können Unwuchten entstehen, etwa beim Überfahren von Bordsteinkanten. Das macht sich schlimmstenfalls durch ein „flatterndes“ Lenkrad oder ungewohnte Fahrzeugvibrationen insbesondere zwischen Tempo 80 und 120 bemerkbar. Es führt aber in der Regel auch zu ungleichmäßigem Reifenabrieb und höherem Verschleiß an Reifen und Fahrwerk.
 
- Kontrolle ist wichtig.
Sind Lauffläche und Flanken unverletzt? Unregelmäßig abradierte Reifen deuten auf defekte Stoßdämpfer, eine falsche (aber meist nachjustierbare) Fahrwerksgeometrie, zu niedrigen Fülldruck oder eine Unwucht der Reifen hin.
 
- Mit richtigem Drehmoment anziehen.
Zur Montage müssen die Radschrauben richtig angezogen werden. Dazu benötigt man neben dem normalen Radkreuz einen Drehmomentschlüssel, der die Kontrolle des Anzugsdrehmoments ermöglicht. Zu wenig ist da genauso schädlich wie zu viel. In beiden Fällen können sich nämlich die Radschrauben lösen. Bei zu stark angezogenen Radschrauben werden unter Umständen die selbstsichernden Materialeigenschaften aus der Verbindung Felge/Radschraube in Mitleidenschaft gezogen.
 
- Korrekter Druck spart Sprit.
Unmittelbar nach der Montage für den richtigen Reifenfülldruck sorgen. Dabei auch für den korrekten Luftdruck des Reserverads sorgen, damit es im Ernstfall einsatzbereit ist.
 
Weitere Tipps und Informationen stehen im kostenlosen Reifen-Ratgeber: GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung, Stichwort: Reifen-Ratgeber, Vor dem Lauch 25, 70567 Stuttgart.

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GTÜ

Datum

10. April 2011
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