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Verkehrsstrafen im Ausland: Verkehrssünder haften auch zu Hause

Im europäischen Ausland gelten häufig andere Verkehrsregeln als in Deutschland. Da passiert es schnell, dass man etwas missachtet. Der Strafbescheid darf zu Hause aber nicht ignoriert werden.

Die ausländischen Behörden wenden sich mit den Verkehrsstrafen an das deutsche Bundesamt für Justiz. Dieses treibt Bußgelder ab 70 Euro bei den Verursachern ein. Die deutschen Beamten prüfen, ob die Anfrage vollständig ist und ob es formale Hindernisse gibt. Danach schickt das Amt den Betroffenen die Unterlagen zur Stellungnahme, selbst wenn sie bereits im Vorfeld durch die ausländischen Behörden schriftlich angehört wurden.

Strafen ab 70 Euro müssen bezahlt werden oder gehen vor Gericht

Nach zweiwöchiger Frist muss der Beschuldigte die Strafe entweder bezahlen oder das Verfahren wird aus triftigem Grund eingestellt. Bei Einspruch wird der Fall vom Bundesamt für Justiz an das zuständige Amtsgericht weitergegeben.

Ein Sonderfall ist das Falschparken. Diese Strafen treibt das Bundesamt für Justiz nicht für die ausländischen Behörden ein, denn hier geht es rechtlich gesehen um Halterhaftung. Allerdings müssen die betroffenen Fahrzeughalter dem Amt mitteilen, dass sie nicht für das Falschparken verantwortlich sind.

Quelle: Kraftfahrer-Schutz e.V.

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Ingolf Pompe, ADAC

Datum

26. Juli 2014
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