In offenen Gewässern sind wichtige Regeln zu beachten. Tipps von der AOK Baden-Württemberg Zoom

Badespaß: Aber sicher

In offenen Gewässern sind wichtige Regeln zu beachten. Tipps von der AOK Baden-Württemberg.

Das Baden in Binnengewässern ist aber nicht ohne Risiko, zumal nicht alle Badestellen von Rettungsschwimmern bewacht werden. Nach Angaben der DLRG starben 2010 bundesweit 438, in Baden-Württemberg 46 Menschen durch Ertrinken, die meisten davon in Binnengewässern. 535 Menschen konnten durch Rettungsschwimmer des DLRG vor dem Ertrinken gerettet werden, in 33 Fällen unter Einsatz des eigenen Lebens.

Die AOK Baden-Württemberg rät deshalb dringend, sich beim Baden an wichtige Regeln zu halten. Alte Grundregel: niemals ohne vorherige schrittweise Abkühlung ins kalte Wasser. Besonders bei Hitze kann der starke Temperaturgegensatz zu einem Kreislaufschock und gelegentlich sogar zu einem Herzschlag führen.

Auch sollte man nicht ins Wasser gehen, wenn man vorher eine schwere oder ausgiebige Mahlzeit eingenommen hat. Nach üppigerem Essen kommt es zu einer länger anhaltenden stärkeren Durchblutung des Magens und dieses Blut fehlt dann zur Energieversorgung beispielsweise der Muskulatur. Sie neigt eher zu Krämpfen, und das kann beim Schwimmen gefährlich werden.

Auch wenn man es sportlich findet: Ein Kopfsprung in unbekanntes Gewässer ist hochriskant. Bei ungewolltem Bodenkontakt mit dem Untergrund kann man sich schwere, mitunter tödliche Verletzungen der Wirbelsäule und/oder des Kopfes zufügen. Wer also einen Kopfsprung wagt, muss sich vorher über die Wassertiefe und Beschaffenheit des Untergrundes vergewissert haben. Und natürlich sind ggf. auch spezielle Warnhinweise immer zu beachten.

Wer längere Strecken zum Beispiel in einem größeren See zurücklegen will, muss sicher sein, dass seine Kondition dafür auch ausreicht. Neben möglicher Erschöpfung kann es auf längeren Strecken auch zu einer Unterkühlung des Körper und damit zu gefährlichen Muskelkrämpfen kommen. Das Schwimmen in einer größeren Gruppe oder in Begleitung eines Bootes ist deshalb auf jeden Fall sicherer.

Wer mit Kindern zum Baden geht, darf sie nie aus den Augen verlieren. Das gilt auch für flache Gewässer. Wer nicht zusammen mit seinen Kindern Baden gehen kann, sollte sie nur einer zuverlässigen, erwachsenen Begleitperson anvertrauen. Kinder sollten auch frühzeitig auf die Gefahren rund ums Wasser vertraut gemacht werden. Und natürlich sollten sie so früh wie möglich schwimmen lernen und am besten eine Schwimmprüfung ablegen.

Außerdem gibt die AOK Tipps zur Ersten Hilfe bei einem Badeunfall: Verunglückte Person mit Atemstörung: Auf den Rücken legen, Arme seitlich an den Körper ziehen, beide Hände fassen und die Unterarme rhythmisch nach oben und wieder nach unten ziehen, bis sich die Atmung wieder merklich stabilisiert. Hat der Betroffene Wasser „geschluckt“ (Zeichen sind Husten bzw. Atemnot): leicht auf den Rücken klopfen bei nach unten geneigtem Kopf und Körper. Wurde sehr viel Wasser geschluckt: Stabile Seitenlage! und Arzt rufen. 

Nicht zuletzt ist im Freien der Sonnenschutz wichtig. Grundsätzlich sollte eine – möglichst wasserbeständige – Hautcreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor aufgetragen werden.

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Autor

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Stephanie Hofschlaeger_www.pixelio.de

Datum

24. August 2011
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