Karneval 10 Bilder Zoom

Karneval: Unter Narren

Jubel, Trubel, Heiterkeit - in der fünften Jahreszeit geht es in vielen deutschen Städten lustig zu: Lassen Sie sich überraschen.

Ob Fasching, Fastnacht oder Karneval: Die Bräuche, um die Zeit vor Aschermittwoch zu feiern, haben eine lange Tradition. Im südwestdeutschen Raum und in der Nordschweiz wird die schwäbisch-alemannische Fastnacht gefeiert. Ihr Kennzeichen sind die „Larven“ genannten Masken. Die Kostüme werden von Generation zu Generation weitervererbt und nicht jährlich gewechselt. Die Kostümträger nennt man in Süddeutschland übrigens „Hästräger“. Die meisten von ihnen gehören gut organisierten Narrenzünften an.


Der rheinische Karneval ist geprägt von großen Umzügen und den Prunksitzungen mit den berühmten Büttenreden. Er beginnt am 11. 11. und endet am Aschermittwoch. Den Höhepunkt erreichen Karneval und Fastnacht in der eigentlichen Faschingswoche vom schmotzigen, unsinnigen oder auch glombiga Donnerstag über den Nelkensamstag, Tulpensonntag, Rosenmontag bis zum Fastnachtsdienstag. Auch wenn die Festivitäten teilweise sehr unterschiedliche Charakter haben, ist ihnen doch allen eines gemeinsam: die unbändige Lust und Freude am Feiern.

Triberg

Bei der Triberger Fasnet ist der Teufel nicht aus dem Straßenbild wegzudenken. Mit seiner blutroten Maske, den schwarzen Haaren und Hörnern sowie dem leuchtend roten Tuchgewand ist er der spektakulärste unter den Narren. Mit Bronzeschellen und Klopfpeitsche gewappnet, ziehen am „Schmutzige Dunschtig“ bis zu 400 maskierte Narren beim schaurig-schönen Teufelsumzug durch die nächtlichen Straßen des Schwarzwaldstädtchens. Beginn des Fackelumzugs ist am 3. März ab 19 Uhr. Ziel ist das Kurhaus, wo sich die Teilnehmer stärken können, um dann im Anschluss ihr „Unwesen“ in den Straßen und Kneipen der Stadt treiben zu können. Direkt nach dem Umzug wird der Teufelstanz an der Kreuzung Hauptstraße/Schwendistraße aufgeführt. Am Wochenende geht die Fasnet in die nächste Runde: Am Samstag um 10 Uhr ziehen die Triberger Kinder durch die Stadt, um mit Narrensprüchen beim „Gizzig-Rufen“ Süßigkeiten zu erhaschen. Tags darauf findet die Narrenmesse in der katholischen Stadtkirche statt. Höhepunkt des Tages ist der große Sonntagsumzug ab 14 Uhr.  Der Kinderball am Dienstag rundet das Programm ab, so dass am Dienstagabend ab 17 Uhr guten Gewissens die alte Fasnet verbrannt werden kann.
Der nächstgelegene Stellplatz befindet sich im etwa drei Kilometer entfernten Schonach, wo am 5. März ab 14 Uhr auch ein Kinderumzug stattfindet.

Reisemobil-Stellplatz Obertal,
Obertalstraße, 78136 Schonach,
GPS: 48°08`47"N, 08°11`23"0,
Info: Telefon 0 77 22/96 48 11 10,
www.schonach.de

Überlingen

Am 3. März, dem „Schmotzigen Dunschtig“,  kommt die schwäbisch-alemannische Fastnacht in Überlingen richtig in Schwung. Beim traditionellen Wecken durch den Spielmanns- und Fanfarenzug und der anschließenden Befreiung der Überlinger Schüler geht es bereits morgens hoch her. Wenn ab 14.30 Uhr der Narrenbaum aufgestellt wird, ist auch dem Letzten klar: Jetzt regieren die Narren die Stadt. Seinen Höhepunkt erreicht das närrische Treiben am 5. März.

Traditionell findet am Fastnachtssamstag der „Hänselejuck“ statt. In farbenfrohen Zottelgewändern mit bunten Stoffflicken und Tuchmasken, dem sogenannten „Flecklehäs“, ziehen die Hänsele bereits am Vormittag durch die Gassen des Bodenseestädtchens. Dabei knallen sie laut mit ihren Peitschen, um sich dann vor einer Jury im „Karbatschenschnellen“ zu messen. Um 19 Uhr beginnt der  Narrenmarsch, bei dem bis zu 800 springende (juckende) und tanzende Hänsele durch die Stadt ziehen. Das laute Knallen der Karbatschen ist bis spät in die Nacht hinein zu hören und begleitet die Feiernden auf ihrer Tour durch Kneipen und Lokale.

Reisemobilhafen Überlingen
Härlenweg/Aufkircher Straße,
88662 Überlingen,
GPS: 47°4633N, 09°0905O,
Info: Telefon 0 75 51/9 47 15 22,
www.ueberlingen.de

Bad Waldsee

Bei der Fasnet am Hymer-Stammsitz kann man durchaus dem Patron Erwin Hymer (Foto) oder Ex-Ministerpräsident Günther Oettinger begegnen. Bereits am Mittwoch vor der Fastnacht, also am 2. März, wird ab 19 Uhr das Narrenrecht vom Zunftrat im Rathaus abgeholt und der Bürgermeister abgesetzt. Um Mitternacht findet dann der „Schrätelestanz“ auf dem Rathausplatz statt. Dabei versammeln sich die „Schrätele“ genannten Hexen um ein Hexenfeuer, werden aber von den Weißnarren vertrieben. Symbolhaft wird so der Kampf zwischen Winter und Frühling dargestellt. Am „Gumpigen Donstig“ rufen die Nachtwächter ab acht Uhr die Fastnacht aus, ab halb zehn werden die Schulen gestürmt und die Schüler befreit. Die Schulleiter und Lehrer werden gefesselt abgeführt, während die Kinder unter Musikbegleitung zum Klosterhof marschieren.

Der Narrenbaum wird ab zehn Uhr von den Zimmerleuten geschmückt und aufgestellt. Es folgt der Narrensprung, und am Samstag lädt die Narrenzunft zur Narrenparty unter den Arkaden des Rathauses. Wer etwas Besinnung sucht: Nach all der Feierei kann am Sonntag um 9.23 Uhr die Narrenmesse in St. Peter besucht werden.

Waldsee-Therme
Unterurbacher Weg,
88339 Bad Waldsee,
GPS: 47°5450N, 09°4538O,
Info: Telefon 0 75 24/94 13 40,
www.bad-waldsee.de

Mainz

„Helau“ heißt es auch dieses Jahr wieder bei der „Meenzer Fassenacht“, einer der größten in Deutschland. Neben Köln und Düsseldorf zählt Mainz zu den Hochburgen des rheinischen Karnevals. Unter dem Motto „Egal, was kommt, egal, was ist  der Mainzer Narr bleibt Optimist!“ startet am 7. März um 11.11 Uhr der international bekannte Rosenmontagszug durch die Mainzer Innenstadt. Mit über sieben Kilometer Länge und fast 8500 aktiven Teilnehmern bekommt die riesige Schar an Zuschauern viel geboten.

Ein echter Hingucker sind dabei die „Schwellköpp“, überdimensional große Pappmascheeköpfe, die den Zug immer wieder auflockern. Die Schwellköpp stellen - satirisch überspitzt - Mainzer Charaktere dar. Eine Besonderheit in Mainz ist die politisch und literarisch geprägte Saalfastnacht. Regierende und Oppositionelle müssen dabei Hohn und Spott über sich ergehen lassen, denn die Büttenredner nehmen kein Blatt vor den Mund. Beim Großen Prinzengardeball am 5. März in der Rheingoldhalle kann man sich davon ab 19.33 Uhr selbst ein Bild machen. Dieser ist der größte Maskenball im Rhein-Main-Gebiet und wird von der traditionsreichen Mainzer Prinzengarde veranstaltet. Tickets gibt es unter www.mainzer-prinzengarde.de . Der nächstgelegene Stellplatz befindet sich in Eltville, rund 25 Kilometer von Mainz.

Parkplatz Weinhohle, Weinhohle,
65343 Eltville,
GPS: 50°0141N, 08°0726O,
Info: Telefon 0 61 23/69 73 70,
www.eltville.de

Reisemobilhafen Wiesbaden,
Wörther-See-Straße 29/Saarstraße
65187 Wiesbaden,
GPS: 50°03‘21‘‘N, 08°12‘40‘‘O
Info: 0172/6627012,
reisemobilhafen-wiesbaden.de

Aachen

„Dr Zoch kött!“ - Wenn dieser Ruf in den Straßen Aachens erschallt, ist die Stimmung auf dem Siedepunkt. Hunderttausende Menschen feiern gemeinsam Karneval in der alten Kaiserstadt, während sich der Rosenmontagszug als farbenfroher Lindwurm durch die Straßen schlängelt.

Dieses Jahr fällt der Startschuss am 7. März um 11.11 Uhr. Mit mehr als 150 Gruppen, über 5000 Teilnehmern und einer Gesamtlänge von sechs Kilometern gehört der Rosenmontagszug im „Öcher Fastelovvend“ zu den größten deutschen Umzügen am Rosenmontag. Aus Aachen stammt übrigens auch die Tradition der Uniform tragenden Karnevalsgesellschaften. Besonders schöne Uniformen kann man an der Prinzengarde bewundern, die nach dem Rosenmontagszug auch die „After-Zug-Party“ im Ratskeller organisiert. Weitere Veranstaltungen sind zum Beispiel der Straßenkarneval auf dem Münsterplatz am 3. März ab 13 Uhr und am Faschingssonntag, 6. März, der Kinderkarnevalsumzug des Märchenprinzen in der Aachener Innenstadt ab 11.30 Uhr.

Platz für Camping
Branderhofer Weg 11,
52066 Aachen,
GPS: 50°4540N, 06°0611O,
Info: Telefon 02 41/6 08 80 57,
www.aachen-camping.de

Blankenheim   

Auf eine beinahe 400 Jahre lange Karnevals-tradition kann das Städtchen Blankenheim in der Eifel zurückschauen. Höhepunkt des närrichen Treibens ist jedes Jahr der Geisterumzug am Karnevalssamstag. Los geht es am 5. März um 19.11 Uhr. Beim Schein der Fackeln und des bengalischen Feuers ergreifen die Geister Besitz vom historischen Burgort an der Ahr. In den verwinkelten Gässchen wird so zu den Klängen des Blankenheimer Karnevalsmarschs „Juh-Jah Kribbel en dr Botz“, unter Führung des Karnevalsprinzen als Obergeist mit Flügeln und hoch zu Ross, der Winter ausgetrieben. Dem Zug voraus springen die „Jecke Böhnchen“, in einem genau festgelegten Tanz-Wechselschritt, und fungieren dabei als Zugordner. Anschließend findet in der Weiherhalle der Geisterball statt. Übrigens: Beim Geisterumzug kann jeder mitmachen, man benötigt lediglich ein weißes Bettlaken, dessen Enden an der Stirn zu zwei Ohren geknotet sind, sowie eine Pechfackel.
Am Abend des 6. März findet um 19.11 Uhr die Prunksitzung statt und am Montag der Rosenmontagszug mit anschließendem Maskenball.

An der Weiherhalle
Koblenzer Straße,
53945 Blankenheim,
GPS: 50°2609N, 06°3916O,
Info: Telefon 0 24 49/8 72 22,
www.blankenheim.de

Braunschweig 

Der größte Karnevals-umzug in Norddeutschland - „Schoduvel“ genannt - findet am 6. März ab 12.40 Uhr in Braunschweig statt. Der über sechs Kilometer lange Zug lockt jedes Jahr mehr als 200 000 Zuschauer an. Unter dem Motto „Nun schon 33-mal - Schoduvel: Brunswieks Karneval!“ schlängelt sich der Zug etwa vier Stunden lang vom Europaplatz aus durch die Innenstadt bis zur Stadthalle. Mehr als 40 Musik- und Spielmannszüge mit etwa 1800 Spielleuten sorgen dabei für Unterhaltung und ausgelassene Stimmung. Am 4. März ab 20.11 Uhr findet die 33. Weiberfastnacht in der Stadthalle statt. An selber Stelle feiert am 6. März ab 15.11 Uhr der Nachwuchs den Kinderkarneval.

Reisemobilplatz Braunschweig
Theodor-Heuss-Straße,
38122 Braunschweig,
GPS: 52°1459N, 10°3110O,
Info: Telefon 05 31/4 70 39 08,
www.braunschweig.de

Dietfurt 

Wenn der Ruf „Kille-Wau“ durch die Dietfurter Gassen hallt, ist klar: Es ist Chinesenfasching im beschaulichen Städtchen an der Altmühl. Dieser Brauch geht auf die im Volksmund gebräuchliche Bezeichnung „Chinesen“ für die Dietfurter zurück. Am „Unsinnigen Donnerstag“ ziehen bereits ab 2.00 Uhr rund 40 Maschkerer, der sogenannte „Weckruf“, mit viel Getöse durch die Stadt. Damit sollen die Einwohner auf den „Dietfurter Nationalfeiertag“ hingewiesen werden. Später wird der Kaiser Ko-Huang-Di gekrönt, der bis zum Faschingsdienstag die Stadt regiert. Unter dem diesjährigen Motto „Bayrisch China hod a Freid - lang is heier dFaschingszeit“ beginnt am 3. März um „13.61 Uhr“ der weithin bekannte Umzug mit mehr als 50 Wagen und Fußgruppen. Beinahe alle Teilnehmer geben sich dabei als Mitglieder des chinesischen Hofstaats aus. Einen grandiosen Anblick bietet der Drachenwagen, der die Sänfte des Kaisers trägt. Bei der anschließenden Podiumsgaudi huldigt das „Chinesenvolk“ seinem Kaiser.

Parkplatz am Schiffsanleger
Griesstetter Straße,
92345 Dietfurt/Altmühl,
GPS: 49°0138N, 11°3457O,
Info: Telefon 0 84 64/64 00 19,
www.dietfurt.de

Report: Service-Hotlines

Autor

Foto

Reinhardt, Elena Schweitzer, A. Mende, G. Brauchle

Datum

24. Februar 2011
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Alle News +++
+++ Alle Tests +++
+++ Viele Tipps +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.

Videos
02:15 Offroad-Fahrschule mit promobil vor 4 Tagen
99 Aufrufe
06:27 Bürstner Lyseo 2016 Supercheck vor einem Monat
579 Aufrufe
  • Alle Bereiche
  • News
  • Tests
  • Stellplätze
  • Reise
  • Ratgeber
  • Zubehör
  • Video
Alle Marken von A-Z