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Reimo Neuheiten 2012: Aus einem Guss

Erstmals entwickelte Reimo einen Teilintegrierten. Die Überraschung ist geglückt – zumal der Monos einen ungewöhnlichen Aufbau hat.

Die Idee gärt schon lange in den Köpfen der Reimo -Macher. Anfang 2007 entstanden erste Skizzen auf einem weißen Blatt Papier. Schon früh war klar: Der erste Teilintegrierte von Reimo soll auf einem VW-T5-Fahrgestell aufbauen. Das passt zur Marke.

Schließlich baut Reimo bereits seit über 30 Jahren Campingbusse auf VW-Basis. Weiterer Vorteil: Das große Motorenangebot, das mit dem komfortablen DSG-Automatikgetriebe kombiniert werden kann. Eine zweite Eigenheit stand ebenfalls bald fest: Der Teilintegrierte sollte einen eleganten Aufbau mit Monocoque-Technik bekommen. Anders als mit der gängigen Konstruktion aus Sandwich-Platten gelingt auf diese Weise eine nahtlose Verbindung von Dach und Wänden. Dass die Heckpartie einzeln eingesetzt wird, hat einen simplen Grund: Durch die Öffnung gelangen die vormontierten Möbel in den Aufbau.
Bei so viel Einzigartigkeit ergab sich der Name Monos, der gleichzeitig auf die Kabinentechnik verweist, fast schon von selbst. In anderen wichtigen Punkten will sich der Monos aber gar nicht vom Gros der Wettbewerber abheben.
Der angepeilte Grundpreis von rund 63.000 Euro liegt unter Teilintegrierten der gehobenen Klasse im Rahmen. Zwar trifft man auf hochwertige Details wie eine GfK-Duschwanne, doch vermied Reimo unnötige Originalität beim Grundriss. Der Monos wird nur mit Einzelbetten zu haben sein.
Man spürt dennoch den Einfluss erfahrener Campingbusplaner. Die Reimo-Entwickler achteten auf kompakte Außenmaße und optimale Raumnutzung. Mit einer Länge von rund 6,80 Metern und 2,10 Metern Breite dürfte der Monos zu den handlichsten Teilintegrierten mit Einzelbetten zählen. Das kleine Manko an innerer Breite gleicht der Reimo beispielsweise durch einen klappbaren Seitensitz hinter dem Beifahrerplatz geschickt wieder aus.
Obwohl der Monos für Paare zugeschnitten wurde, kann man damit zu viert verreisen. Aus der Sitzgruppe wird dann nachts ein Bett. Eine Kinderliege kann im Fahrerhaus installiert werden. Reimo hat vier Gurtplätze vorgesehen.

Durch das VW-Chassis ist das Gesamtgewicht grundsätzlich auf reisefreundliche 3,5 Tonnen limitiert. Reimo-Chef Günter Holona hebt das geringe Gewicht der Monocoque-Kabine hervor und verspricht für den Monos praxisgerechte Zuladungswerte. An Stauraum fehlt es jedenfalls nicht. Unter den Betten bleibt Platz für eine Garage; unter dem Boden befinden sich weitere Fächer.
Dort, wo sich der Alko-Tiefrahmen ansetzt, gleicht Reimo den Höhenunterschied durch einen doppelten Boden aus. Dadurch entsteht auch zusätzlicher Raum für die Versorgungstechnik, die auf Extravaganzen verzichtet. Eine Truma-Heizung temperiert den Wohnraum. Der Frischwassertank fasst 85 Liter. In den unterflur montierten, isolierten Abwasserbehälter passen 100 Liter.
Im Herbst kommen die ersten serienfertigen Monos-Kabinen aus Thailand. Dort werden sie samt Einrichtung vormontiert. Bei Reimo im hessischen Egelsbach nahe Frankfurt findet die Verbindung zum VW-Fahrgestell statt. Diese interkontinentale Fertigung macht den Monos auf jeden Fall einzigartig.

Auf einen Blick: Reimo

• Teilintegrierter von Reimo mit Monocoque-Aufbau.
• Zunächst ein Modell mit Einzelbettengrundriss.
• Neuer Minimalausbau für den VW T5: Bike & Surf.

Kabinen aus Fernost

Durch den Export von Einrichtungen für Campingbusse pflegt Reimo langjährige Kontakte zum japanischen Reisemobilhersteller Vantech. Dieser wiederum betreibt eine Niederlassung in Thailand, wo man sich auf Monocoque-Kabinen spezialisiert hat. Von dort kommen auch die Aufbauten für den Reimo Monos. Bei Vantech beschäftigt man sich seit über 20 Jahren mit Kabinen und hat schon 5000 Stück produziert.

Ausbau ab 999 Euro

Ein Campingbus muss nicht teuer sein. Vorausgesetzt, man besitzt bereits einen VW T5 in Kombiausführung. Für diesen Fall bietet Reimo ein Bettsystem unter dem Namen Bike & Surf ab 999 Euro an. Die zweite Sitzreihe des T5 Kombi kann auch nach Montage der Liegefläche im Fahrzeug bleiben. Zum Bettenbau wird die Lehne umgeklappt. Wer mit 1,25 statt 1,60 Meter Matratzenbreite leben kann, findet sogar einen Platz fürs Fahrrad. Surfbretter können unter dem Bett lagern. Weitere Module von Reimo steigern den Wohnkomfort im Bike & Surf.

Report: Günstige Reisemobile

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Hersteller

Datum

19. August 2011
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