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Premiere: Pössl Roadmaster: Neuer Mut zum Design

Schick, aber nicht überdreht, wuchtig, aber nicht überdimensioniert – der Roadmaster bedeutet für Pössl eine neue Dimension.

Früher fehlte uns ein wenig der Mut“, legt Betriebsleiter Hans Hanusch offen. Das Image der grauen Maus haftet an der Campingbusmarke Pössl. Funktionelle Reisemobile zu vernünftigen Preisen lautet das Erfolgsrezept. Macht rund 2000 Busse im Jahr – nur Autoriese VW schafft mehr. „Die graue Maus lebt so nicht schlecht“, freut sich Hanusch.


Doch nun frischt die Maus ihre Farbe auf, erweitert mit dem Roadmaster das Kastenwagensegment in eine neue Richtung. Als erster deutscher Hersteller wählt Pössl den jungen Renault Master mit Heckantrieb als Basis. Der grinst da­rü­ber mit seinem Kühlergrill und fletscht die Zähne. Heckantrieb heißt Traktion, auch zählt der Renault zu den Leichtgewichten und verspricht bei 6,20 Meter Außenlänge viel Innenraum. Unter dem höchsten Seriendach aus GfK ist reichlich Platz, und auch im Fahrerhaus geht es von der Bewegungsfreiheit bis zu einer wahren Flut von Ablagen sehr geräumig zu.
Für die Entwicklung sicherte sich Pössl die Unterstützung der Designprofis des Hymer IDC. Sie verwandelten den Master nicht etwa in ein grelles Showcar, sondern gingen behutsam ans Werk. IDC-Chef Swen Dluzak: „Wir haben nicht alles neu entwickelt, sondern das Bewährte besser gemacht.“


Bewährt ist der Grundriss mit Halbdinette, Bad, Schrank und Küche in der Mitte sowie Heckbett. Die Ausführung aber ist anders als gewohnt, beginnend im Einstieg mit einem gekonnten Einsatz aus Kunststoff. Drinnen empfangen cremefarbige textile Decken- und Wandverkleidungen die Reisenden. Das sieht gut aus und unterstützt die Isolierung. Dekorstreifen und silbrige Leisten lockern die ebenfalls cremefarbigen Fronten der Hängeschränke auf. Die Möbel rundum sind in freundlichem Rosenholz gehalten.


Die Einrichtung ist einladend, man spürt das Auge der Profis. Der abgerundete Küchenblock weitet den Raum, verbessert die Bewegungsfreiheit. Die Hängeschränke haben sowohl links als auch rechts eine einheitliche Höhe. Die Thekenplatte der Küche ist bis unter den hochgesetzten Kühlschrank durchgezogen. „Durchgängige horizontale Linien beruhigen die Möbelgestaltung“, erklärt Dluzak.


Neue Details sind teils unauffällig, aber dennoch wirkungsvoll. Die Paneele der Verkleidungen stecken in Profilen. Leuchten und Dachhauben sind in die Decke integriert, und die Rahmen der Fensterrollos verschwinden hinter Blenden. LED-Lichtleisten über den Hängeschränken schim­mern Richtung Decke. Dluzak: „Wir wollen leuchtende Flächen zeigen und nicht Leuchten.“
Die Rundung der Küchenfront schwenkt mitsamt Inhalt auf, es folgen breite Schubladen. Der schlanke Kleiderschrank hinter der Sitzgruppe ist organisch geschwungen. Sein hinterer Bereich ist vom Bad aus in Form von offenen Fächern ausgebildet.


Überhaupt der Sanibereich: Raumbad statt Nasszelle heißt die Devise, ausgerechnet im Campingbus. Die Dusche im Gang gab’s zwar schon im ersten Roadmaster. Lamellentüren machen nun aber eine neue, modernere Umsetzung möglich. Toilette und Waschbecken drücken sich an die Seite, ebenfalls hinter Lamellen verborgen. Lamellen und Rollos finden sich in ungewohnter Häufung: Sie verschließen die Ablage über dem Rundbogen zum Fahrerhaus und die Wäsche­fächer des Kleiderschranks. Sie schotten Toilettenraum und Dusche ab, verbergen einen Eckschrank über dem Bett.


Unter dem Schlafraum des Roadmaster schluckt ein ansehnlicher Stauraum Gepäck. Links und rechts davon stecken zwei Elf-Kilo-Gasflaschen, die Heizung mit Warmwasserbereiter und der Frischwassertank. Das Doppelbett darüber gibt Anlass zum Stirnrunzeln: Zwar ist die Breite von 1,45 Meter üppig, die Länge indes fällt mit 1,90 Meter eher knapp aus. Der Master, obwohl mit 2,07 Meter sehr breit gebaut, zeigt schlanke Hüften.


Doch Lange sollten nicht verzagen sondern Geduld mitbringen. „Ideen gibt’s viele“, deutet Hans Hanusch weitere Master-Varianten an – Nachwuchs stellt sich bei Mäusen bekanntermaßen schnell ein. Wobei die Maus dank des elegant ausstaffierten Roadmaster eine muntere Farbe annimmt. „Pössl steigt mit dem Roadmaster in eine andere Klasse auf“, sagt Designer Dluzak. Hans Hanusch grenzt ein: „Wir setzen weiter Nutzen vor Design.“ Der Mut ist also da, doch kalkuliert. Das gilt auch für den Preis: Für 46 000 Euro steht der Roadmaster bald im Laden.

Preis: ab 45 999 Euro Basis: Renault Master, Heck­antrieb, GfK-Serienhochdach, ab 92 kW (125 PS) Gesamtgewicht: 3500 kg Länge/Breite/Höhe: 6198/2070/2764 mm Empfohlene Personenzahl: 2 Baureihe: Start als Einzelmodell, begleitet vom baugleichen Globecar Masterscout. Weitere Grundrisse und Varianten sollen jedoch folgen. Info: Telefon 0 86 54/4 69 40, www.poessl-mobile.de

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Datum

25. November 2010
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