Pisten in Perfektion 25 Bilder Zoom

Mobil-Tour Dolomiten: Pisten in Perfektion: Mobil-Tour Dolomiten: Pisten in Perfektion

Winterurlaub mit Sport&Spaß: Rasante Abfahrten oder Dolce Vita inmitten prachtvoller Bergwelt. Im Herzen der Dolomiten kommen Wintercamper aller Couleur auf ihre Kosten. Ein Traumziel für den Urlaub per Reisemobil.

Über Nacht hat es frisch geschneit. Am Morgen reißt die Wolkendecke auf, und die Sonnenstrahlen, die den Stellplatz neben der Gondelbahn überfluten, sorgen für Unruhe unter den Skifahrern. Schnell den Kaffee austrinken und nichts wie raus auf die Piste! Es verspricht ein traumhafter Wintertag zu werden. Alta Badia, im Herzen der Dolomiten gelegen, gehört zweifellos zu den schönsten Skigebieten der Welt. Dafür gibt es gute Gründe. Zum einen die atemberaubende und unvergleichliche Bergkulisse, 2009 von der Unesco mit dem Titel Weltnaturerbe geadelt. Zum anderen die beeindruckenden 500 Pistenkilometer und 235 Lifte von Alta Badia und den angrenzenden Talschaften, die gemeinsam das Gebiet Dolomiti Superski bilden, und den schönen Stellplatz Odlina unweit der Gondelbahn. Ferner Skihütten, auf denen Austern und Hummer serviert werden und wo die Weinkarte umfangreicher ist als in manchem Nobelrestaurant in der Stadt. Dazu Bauernhöfe, wo eine einfache Bäuerin ladinische Spezialitäten kocht, für die sogar Politiker und Schauspieler eine Warteliste in Kauf nehmen.

Und wo sonst gibt es eine Dichte von vier Michelinsternen im Umkreis von wenigen Kilometern? Keine Frage, die klimatisch begünstigte Lage an der Südseite der Alpen bringt neben viel Sonnenschein auch eine kräftige Prise Dolce Vita aus dem Süden in die Berge von Alta Badia. Auch per Reisemobil kommen schon seit Jahrzehnten Wintergäste hierher, so wie Alberto, ein Arzt aus Rom. Der lebensfrohe, graumelierte Mittfünfziger steigt mit mir in eine der ersten Gondeln, die an diesem sonnigen Morgen wie fröhliche gelbe Ostereier auf den 2077 Meter hohen Piz La Ila, den Hausberg von La Villa, hinaufschweben. Ein paar verirrte Wolkenfetzen hängen noch am markanten, 2660 Meter hohen Sassongher und lassen die Felsnadel des Gipfels wie aus dem Nichts in den blauen Himmel ragen. Wir schauen hinunter auf die Gran-Risa-Piste, eine der ganz wenigen „schwarzen“ Abfahrten in diesem sonst überwiegend familienfreundlichen Gebiet. „Auf dieser Strecke“, weiß Alberto, „wird jedes Jahr kurz vor Weihnachten ein Weltcup-Riesenslalom ausgetragen.“

Die Pisten sind erstklassig gepflegt: Allein im Gebiet von Alta Badia gibt es 391 Schneekanonen, und Nacht für Nacht sind 41 Pistenraupen im Einsatz. Jeder der Fahrer ist auf seinen ganz persönlichen Streckenabschnitt spezialisiert. Normalerweise werden die Pisten abends nach 17 Uhr bis Mitternacht präpariert. Wenn es danach noch einmal schneit, dann legen die Fahrer ab 4 Uhr morgens halt eine Frühschicht ein. Perfekt. Einen kurzen Rundblick auf Sellastock, Kreuzkofel, Lavarella und Sassongher gönnt sich Alberto noch, dann schnallt er entschlossen die Skier an. Frühmorgens als erster die Gran Risa hinunterfahren und sich dabei ein bisschen wie Ex-Skistar und Namenskollege Alberto Tomba fühlen, das ist für ihn einfach das Größte! „In Alta Badia gefällt mir besonders, dass alles so ordentlich und aufgeräumt ist, eben ‚alla tedesca’, nach deutscher Art“, sagt Alberto. Seltsam: Ich komme vor allem deshalb so gerne, weil ich es hier so herrlich italienisch finde. Tatsächlich ist Alta Badia weder ganz das eine noch das andere.

Politisch befinden wir uns natürlich in Italien, traditionell stark geprägt ist Südtirol aber durch die deutsche Sprache und Kultur. Ladinien mit den beiden Tälern Grödner- und dem Gadertal (Alta Badia) ist innerhalb Südtirols noch einmal ein Sonderfall. Die ladinische Sprache, die hier noch von 30 000 Menschen benutzt wird, zählt zu den kleinsten Sprachgruppen Europas und ist für Italiener ebenso unverständlich wie für Deutsche. Durch die Abgeschiedenheit der Dolomitentäler, wo die Dörfer im Schnitt auf 1500 Meter Meereshöhe liegen und der Winter sehr lange dauert, gehörte das Gadertal über Jahrhunderte zu den ärmsten Regionen der Alpen. Der Aufschwung kam in den 1960er Jahren, als die ersten Lifte gebaut wurden – und er hält bis heute an. Es ist eine Mischung aus Solidarität gegenüber der Konkurrenz von außen und Ehrgeiz im Inneren, was die Ladiner anspornt. Geht nicht gibt’s nicht scheint im Gadertal das Motto zu lauten, und: Unsere Hütte hat den besseren Koch als deine, und unser Tourangebot ist größer als das in der Nachbarregion! Sehr zum Vorteil des Urlaubers, der hier die modernsten Liftanlagen, die besten Hütten und die feinsten Restaurants findet. Gut ist es eigentlich überall, was die Auswahl erleichtert: Einfach irgendeine Hütte ansteuern, die Qualität passt schließlich immer. Im Club Moritzino, dem Après-Ski-Treff an der Bergstation der Gondelbahn, sehe ich Alberto wieder, der entspannt im Liegestuhl relaxt und einen Veneziano, den kultigen Mix aus Aperol und Prosecco, schlürft. „Nur keinen Stress haben“, sagt er grinsend, „beim Skifahren mache ich es doch lieber auf die italienische Art: erst der Genuss und dann das Vergnügen!“

Vergleichstest: Sommerreifen

Autor

Foto

Udo Bernhart, kawoga/fotolia

Datum

7. Februar 2011
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