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promobil Forum - Sicherheit im Ausland: Auf exotische Ziele verzichten?

Auf unsere Frage hin ob manche Reiseziele, wegen Terrorwarnungen und Flüchtlingskrise tabu seien, bekamen wir unterschiedliche Antworten. Alle Leser sind sich in einem einig: verreist wird immer.

Flüchtlingskrise, Terror, Ausnahmezustand: Wie halten es die promobil-Leser mit dem Verreisen? Sind bestimmte Ziele oder Routen derzeit für sie tabu? Bleiben sie gar ganz zu Haus?

Die Stellungnahmen im promobil Forum zur Frage nach der Sicherheit auf Tour offenbaren zwar unterschiedliche Haltungen - gänzlich aufs Reisen verzichten will aber niemand. Einzelne lassen sich von den jüngsten Ereignissen verunsichern, im Detail werden Konsequenzen erwogen.

"Wann immer es geht, sind wir in unserem Reisemobil unterwegs, und zwar das ganze Jahr über. Ich habe das Glück, dass ich auch von unterwegs aus arbeiten und teils auch internationale Aufträge mit meinen persönlichen Reiseabsichten vereinbaren kann. Die Freude am Unterwegssein lassen wir uns durch die Ereignisse der vergangenen Wochen und Monate sicher nicht verderben. Hinter Passau sind wir jüngst in eine Autobahngrenzkontrolle geraten, die mit dem Flüchtlingsstrom zu tun hatte und uns viel Zeit gekostet hat. Natürlich versuchen wir, solcherlei Hindernissen bei unserer Reiseplanung strategisch auszuweichen. Das sind im übrigen Dinge, die man genauso wenig beeinflussen kann wie das Wetter. Das Reisemobil gibt uns ja gerade die Möglichkeit, spontan und flexibel zu reagieren und nicht ausgerechnet dahin zu fahren, wo‘s regnet. Als dramatisch empfinden wir das eigentlich nicht. Erst im September waren wir in Marokko und sehen eigentlich keinen Grund, nicht wieder dorthin zu reisen. Wenn man Flüchtlingen partout ausweichen wollte, könnte man mit dem Mobil einfach gerade dorthin fahren, wo es sie normalerweise nicht hinzieht, zum Beispiel nach Portugal."
Sven Höttges, München

"Wir kommen gerade aus Frankreich und Belgien wieder zurück – Kurzurlaub, wie schon im letzten Jahr um diese Zeit. Damals Charlie Hebdo, jetzt die Anschläge von Paris. Wir lassen uns von dem Terror nur sehr am Rande beeinflussen. Eine Reise zum Beispiel in den Jemen würden wir aber ablehnen. Übrigens fahren wir seit über zehn Jahren nach Griechenland. Haben nur sehr gute Erfahrungen gemacht. Natürlich wird man wachsamer. Aber das sind wir schon seit dem 11. 9. 2001."
Heidi und Dieter Gramit, per E-Mail

"Menschenansammlungen und Großstädte werden wir definitiv meiden. Ansonsten werden wir das Reisen keinesfalls einschränken. Natur und eine überschaubare Infrastruktur waren auch schon bisher unser Ziel. Unsere Reise in das schöne Polen im letzten Jahr hat da unseren Wünschen sehr entsprochen, und im Osten gibt es für uns noch viel zu entdecken. Wir werden uns von den Brennpunkten in Deutschland und Westeuropa weit fernhalten. Alternativen sind für uns auch die Nordländer wie Dänemark, Schweden oder Norwegen."
Roadstar online im promobil-Forum

"Die Herzdame legt großen Wert darauf, dass wir den Unsicherheitsorten möglichst aus dem Weg gehen. Deshalb werden wir wohl unser eigenes Land, die Schweiz, wieder mehr "erfahren". Es gibt so wunderschöne Ecken hier, die wir zwar bereits kennen, aber doch sehr gerne wieder mal aufsuchen wollen. Kostet zwar immer etwas mehr als das europäische Ausland, aber dafür sind wir hier bisher noch einigermaßen sicher."
Capricorn-CH online im promobil-Forum

"Als Griechenland-Freunde haben wir uns nicht abschrecken lassen, im Sommer 2015 unseren Urlaub auf dem Peloponnes und der Insel Lefkas zu verbringen. Unsere Erfahrung war, dass wir völlig geordnete Verhältnisse und sehr freundliche Griechen vorgefunden haben. In Supermärkten und Geschäften sowie Tankstellen war alles zu haben, was man braucht. Für den kommenden Sommer haben wir bereits wieder die Fähre gebucht."
Johannes Bindel, Bad Boll

"Es kann überall etwas passieren, und wir wollen nicht in einem Kokon leben. Wir werden unsere Reisegewohnheiten also nicht ändern – Nordafrika war nie ein Wunschziel von uns. Großstädte werden wir auch nicht meiden, auch wenn sie nicht zu unseren bevorzugten Reisezielen gehören. Menschenmassen meiden, nein: Wenn notwendig, bei Konzerten oder Ähnlichem, werden wir uns das auch nicht verkneifen."
Esron online im promobil-Forum

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Autor

Datum

3. April 2016
Dieser Artikel stammt aus Heft promobil 03/2016.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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