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Timo Scheider im Interview: Reisen zum Rasen

Er ist einer der schnellsten Reisemobilisten der Welt. Und das schreibt Timo Scheider auch ganz selbstbewusst auf das Heck seines Liners, mit dem er seit zwei Jahren unterwegs ist: „Wenn sie ihn einmal im Leben überholen wollen, dann jetzt.“

Unter normalen Umständen kommt man nur schwer an Timo Scheider vorbei. Hauptberuflich pilotiert er einen 460-PS-Boliden von Audi über die Rennstrecken Europas und der Welt. Der gebürtige Lahnsteiner behauptet sich seit fast zwölf Jahren in der DTM, der populärsten Rennserie für Tourenwagen in Deutschland.
Der Wechsel zu Audi 2006 war für für den ehrgeizigen Racer ein Befreiungsschlag. Nach nicht ganz einfachen Jahren im DTM-Team von Opel. Er wollte, konnte seine wahren Qualitäten aber nicht zeigen. Opel brachte einfach kein konkurrenzfähiges Auto auf die Räder. Nach dem Ausstieg von Opel dockte Scheider bei Audi an und etablierte sich schnell im neuen Team. Es ging nach oben. 2008 errang er erstmals den Gesamtsieg, stand am Saisonende ganz oben auf dem Treppchen. Im Jahr darauf wiederholte er dieses Bravourstück beim Herzschlagfinale auf dem Hockenheimring und krönte sich erneut mit dem Titel.

Entsprechend ist das Abschneiden in der DTM 2010 und 2011 nicht ganz nach dem Geschmack des Wahlösterreichers. In beiden Jahren belegte Scheider im Gesamtklassement am Ende jeweils den vierten Rang. Glück gehört im Rennsport eben auch dazu. Kleiner Trost: Markenkollege Martin Tomczyk sicherte sich und Audi den Meistertitel. 

Ein Reisemobil stand schon lang auf dem Wunschzettel. Über den Freund eines Freundes eines Freundes kam letztlich der Kontakt zum Expocamp in Wertheim zustande. Ganz unbürokratisch wurden er und Expocamp-Chef Dierk Münch sich einig. Als freundliche Leihgabe suchte sich Scheider einen Premium Liner von Dethleffs aus, weil ihm die Technik gefiel und weil „der einfach cool aussieht“.

Ein Minimum an Privatshäre ist schon Gold wert

Das stattliche Mobil sichert ein bisschen Privatsphäre bei den DTM-Rennen. Dann steht der Camper Scheider am Rand des Fahrerlagers neben den Motorhomes von Rennfahrerkollegen wie David Coulthard und Mike Rockenfeller. Auch zu Veranstaltungen, die den Terminkalender des 33-Jährigen füllen, reist Scheider gern im Liner an.

Wer ihn dort trifft, erlebt einen lockeren, kinderlieben Menschen, der für jede Autogrammbitte ein Lächeln übrig hat. Keine Spur von Promi-Gehabe. Die Bekanntheit hat ihn nicht abheben lassen. Der Kontakt zu seiner Familie und Sohn Loris ist ihm extrem wichtig. Mit ihm dreht er gern auch privat ein paar Runden im Kart.

Darüber hinaus rast Scheider auch mal für den guten Zweck, wie bei seinem Benefizevent Race-4-Kids, dessen Erlös er der Stiftung für Rückenmarksforschung Wings for Life spendete. Der Nachwuchsförderung widmet er sich ebenfalls. Um jungen Talenten den Eintritt ins Renngeschäft leichter zu machen, hat er 2010 das Nintendo-Team Scheider gegründet. Weil er weiß, wie schwer der Anfang sein kann.

Supercheck: Concorde Carver 791 L

Foto

Dominic Vierneisel

Datum

24. Juni 2012
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