Hymer-Alko Auszugselektromechanik 7 Bilder Zoom

Hymer-Alko-Slide-Out: In der Verlängerung

Die ersten Leserideen nehmen nun Gestalt an. Die Funktionsmodelle zeigen bereits, welche neuen Möglichkeiten im Hymer-Alko-Slide-Out stecken. Und es sollen noch mehr Ideen umgesetzt werden.

Die Beteiligung am Ideenwettbewerb war riesig. 340 Entwürfe wurden eingereicht, und bei der Abstimmung erhielt das Siegerkonzept über 7100 Stimmen. Nun geht es an die Umsetzung. Ziel: dem altbekannten Slide-Out mittels neuer Technik und Ideen zu mehr Verbreitung vor allem bei Mittelklasse-Mobilen zu verhelfen.

Hymer: Slide-Out für Mittelklasse-Mobile

Schließlich galten Slide-Outs bislang als Statussymbol teurer und schwerer Luxusmobile. Doch gerade bei kompakteren Modellen könnte der Zusatzraum im Wohnbetrieb umso mehr positiven Effekt entfalten. Dafür qualifiziert sich das neuartige Alko-System – In-Wall-Slide-Out genannt – durch seine pfiffige Konstruktionsweise. Es benötigt keinen aufwendigen mechanischen Unterbau, den man in einem Kasten oder Doppelboden verstecken müsste, sondern hier genügen vier flache Rollen unten und vier Zahnstangen seitlich am Auszug sowie zwei schlanke Elektromotoren, die sich im Spalt zwischen Wand und Slide-Out nahezu unsichtbar verstecken.

Die Größe des Auszugs, die mit dieser filigranen Technik realisiert werden kann, ist zwar begrenzt – verglichen mit der herkömmlichen Technik. Dafür ist die Konstruktion sehr flexibel und platzsparend und vor allem mit 15 Kilogramm für Mechanik und Gummidichtungen ausgesprochen leicht. Insbesondere das macht ihren Einsatz im Volumensegment der 3,5-Tonner interessant.

Leserwettbewerb: So sieht das erste Funktionsmodell aus

Das erste 1 : 1-Funktionsmodell, das sich am Gewinnerkonzept des Leserwettbewerbs orientiert, schlägt genau in diese Kerbe. Einen typischerweise über sieben Meter langen Grundriss – mit Queensbett und komfortablem Raumbad – merklich kürzer und damit auch etwas leichter zu machen.

War bei der Siegeridee der Slide-Out noch seitlich und das Bett quer angeordnet, setzt der Hymer-Prototyp nun auf einen Heckauszug mit klassischer Queensbett-Anordnung. Sein Vorteil ist ein größerer Stauraum quer im Heck, der zwar keine Fahrräder, aber Campingmöbel und Ähnliches aufnehmen kann. Im eingefahrenen Zustand stellt sich das Kopfteil des Betts in die Senkrechte. Die Schränke ringsum bleiben dabei ständig zugänglich. Eine Schiebemechanik für den Lattenrost soll künftig auch eine Nutzung im eingefahrenen Zustand notfalls möglich machen, dann zu Lasten des Durchgangs am Fußende.

Das zweite Slide-Out-Modell auf dem Caravan Salon 2015

Die zweite Slide-Out-Idee, die auf der Messe in Düsseldorf besichtigt werden kann, wird eine seitliche Erweiterung der Sitzgruppe sein. Dabei wandelt sich die fest installierte Vierer-Dinette mit Gurtbock in eine gemütliche Rundsitzgruppe im ausgefahrenen Erker.

Neben diesen beiden Ideen sollen weitere zur Umsetzung kommen. Welche, hängt auch von der Messeresonanz ab.

Vergleichstest: Forster T 738 EB/Sunlight T 67/ Weinsberg TI 700 MEH

Foto

Jürgen Bartosch

Datum

18. September 2015
Dieser Artikel stammt aus Heft promobil 09/2015.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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