Zoom

News: Hauptuntersuchung: Ein positiver Eindruck

Im GTÜ-„Mängel-Barometer“ schnitten die Freizeitfahrzeuge ordentlich ab. 39 Prozent ohne Mängel.

Wie gut sind die Reisemobile wirklich? Antworten auf diese Frage liefert das jüngste „Mängel-Barometer“ der Prüforganisation GTÜ, die im vergangenen Jahr rund 90 000 so genannte „sonstige Fahrzeuge“ und innerhalb dieser Gruppe fast 70 000 Reisemobile unter die Lupe genommen hatte. Die Bilanz kann sich sehen lassen: „Die Freizeitfahrzeuge glänzen durch sichtlich weniger Beanstandungen bei den anfallenden Hauptuntersuchungen“, betont die Gesellschaft für Technische Überwachung.
Positiv: 39 Prozent aller Reisemobile bis 7,5 Tonnen erhielten 2004 bei den GTÜ-Hauptuntersuchungen das Prädikat „Ohne Mängel“. Damit platzierten sie sich zwar vor den Nutzfahrzeugen, wo nur 36,7 Prozent der vorgeführten Fahrzeuge ohne Beanstandung durchgingen, aber deutlich hinter den Personenwagen – bei denen attestierte die GTÜ immerhin 43,7 Prozent der Probanden keine Mängel. Quasi gleich blieb bei den „sonstigen Fahrzeugen“ der Anteil der Fahrzeuge mit geringen Mängeln. Lag er 2003 bei 41,1 Prozent, waren es 2004 nur geringfügig weniher: 41,0 Prozent. Deutlicher war da schon die Zunahme der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln bei der Hauptuntersuchung.

Ihr Anteil stieg bei den „Sonstigen“ innerhalb eines Jahres von 10,9 auf 11,3 Prozent an. Die Erklärung der GTÜ für diese Entwicklung: „Offenkundig schenken viele Verkehrsteilnehmer dem technischen Zustand ihres Fahrzeugs zu wenig Beachtung.“ Immerhin: Als „verkehrsunsicher“ musste die Prüforganisation im vergangenen Jahr nur 43 von insgesamt fast 90 000 „sonstigen Fahrzeugen“ kritisieren. Interessant: Bei der Qualität der Fahrzeuge machte die GTÜ ein Süd-Nord-Gefälle aus: Während es in Baden-Württemberg, in Bayern und im Saarland die besten Noten für die Autos bei der Hauptuntersuchung gab, rangierten Bremen, Brandenburg und Hamburg mit unterdurchschnittlichen Werten auf den letzten Plätzen in der Statistik. Bemerkenswert ist auch, mit welchen Mängeln sich die „sonstigen Fahrzeuge“, und damit vor allem die Reisemobile, bei den Prüfingenieuren hervortaten: Bei mehr als jedem dritten Fahrzeug gab es eine Beanstandung an der Beleuchtung oder bei der Elektrik. Bei jedem siebten fielen die Räder oder Achsen negativ auf. Innerhalb dieses Blocks war es vor allem das zu hohe Alter der Reifen, das bei den Prüfern Stirnrunzeln verursachte.

Mit einem Anteil von zwölf Prozent lagen die Bremsanlagen und die Umweltbelastungen im GTÜ-Mängel-Barometer gleichauf. Interessant, dass innerhalb der Umweltbelastungen Ölverluste mit über 62 Prozent besonders oft festgestellt wurden. Vor allem mit den Nutzfahrzeugen, die häufig ja mit identischen Fahrgestellen unterwegs sind, verglich die GTÜ die Reisemobile. Defizite gegenüber den Nutzfahrzeugen wiesen die Freizeitmobile im Bereich Beleuchtung und Elektrik auf, ebenso bei den Fahrgestellen, beim Rahmen und beim Aufbau sowie bei den Umweltbelastungen. Hier lag das Mängelaufkommen teils erheblich über demjenigen der Nutzfahrzeug-Konkurrenz. Die Empfehlung der Prüforganisation: „Der eine oder andere Stopp beim Reisemobil-Fachhändler würde fraglos helfen, die teuren Fahrzeuge künftig in einem noch besseren Licht dastehen zu lassen.“ Unterm Strich gab es dennoch ein versöhnliches Fazit: „Die Sonstigen hinterließen erneut einen eher positiven Eindruck.“

promobil Logo

Autor

Datum

10. Juli 2005
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Alle News +++
+++ Alle Tests +++
+++ Viele Tipps +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.

  • Alle Bereiche
  • News
  • Tests
  • Stellplätze
  • Reise
  • Ratgeber
  • Zubehör
  • Video
Alle Marken von A-Z