Concorde / Iveco Assistenzsysteme im Test (2018) 12 Bilder Video Zoom

Concorde nutzt neue Iveco-Assistenzsysteme: AEBS und ACC verhindern Wohnmobil-Unfälle

Als erster Hersteller bietet Concorde zwei Systeme für seine Liner an, die bisher bei aufgebauten Reisemobilen nicht zu finden waren: den Notbremsassistent AEBS und den Abstandsregeltempomat ACC.

Auf dem Testgelände von Iveco/Magirus in Ulm bekam promobil die Gelegenheit, zwei der modernsten Assistenzsysteme auszuprobieren. Sie sollen jetzt wie Pkw und Lkw nun auch Wohnmobile deutlich sicherer machen.

Assistenzsysteme AEBS und ACC für Reisemobile

Wir haben uns selbst von der Wirkweise von Notbremsassistent AEBS und Abstandsregeltempomat ACC überzeugen können. Einen wahrlichen "Wow"-Effekt hatten wir, als wir uns hinters Steuer eines Concorde Centurion auf Iveco-Basis setzten.

Unser Fazit vorab: Böse Auffahrunfälle dürften damit viel seltener werden.

ACC - die mitdenkende Bremse

Neben dem - seit über zwanzig Jahren bekannten - elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP) hilft der Notbremsassistent (AEBS = Advanced Emergency Braking System) Kollisionen zu mildern oder ganz zu vermeiden, immer dann, wenn der Fahrer abgelenkt, übermüdet oder von der Situation überfordert ist.

AEBS - wieder mal so ein Kürzel, dessen Bedeutung man erahnt, aber nicht genau einschätzen kann. Es klingt wie ABS, ist aber doch etwas anderes. Vereinfacht ausgedrückt ist es ein automatischer Notanker, ein Notbrems-Assistent, der dem zögerlichen oder unaufmerksamen Fahrer hilft, im Notfall so stark zu bremsen, wie es die Situation erfordert.

Wie funktioniert der Notbremsassistent AEBS?

Die Elektronik erkennt eine Kollisionsgefahr voraus und versucht diese zu vermeiden. Es fragt sich selbst: Kann der Fahrer jetzt noch bremsen? Kann er noch ausweichen? Danach warnt das AEBS den Fahrer durch ein Pieps- und Blinksignal. Wenn der Fahrer die Gefahrensituation immer noch nicht erkennt oder ignoriert, leitet das System die Notbremsung ein.

Doch was ist mit dem Nachfolgeverkehr? Kann dieser nun seinerseits ebenfalls rechtzeitig bremsen? Der "Trick": Lange vor der eigentlichen Vollbremsung mit aller Kraft bremst das Fahrzeug erst einmal zaghafter, warnt den Hinterherfahrenden somit durch das Aufleuchten der Bremslichter und das nicht übertrieben erscheinende Abbremsen. Erst danach, wenn’s vorne brenzlig wird, greifen die automatischen Bremsen mit voller Gewalt.
 
ACC - Der "Bleib-mir-vom-Leib"-Assistent

Darüber hinaus passt der Abstandsregeltempomat (ACC = Adaptive Cruise Control) ganz automatisch die Geschwindigkeit an das​ vorausfahrende Fahrzeug an und hält damit immer den erforderlichen Sicherheitsabstand ein.​ Möglich macht dies ein Radarsensor des Herstellers Wabco in der Frontschürze, der permanent den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug erfasst und diese Daten an den Rechner überträgt. Dieser Fahrzeugcomputer kann exakt bestimmen, ob und ab wann der Abstand zwischen den beiden Fahrzeugen zu gering wird und reduziert die Geschwindigkeit oder bremst sogar ab, notfalls sogar mit voller Bremsleistung.

Wann ist ein vorausfahrendes Fahrzeug denn nun "gefährlich"?

Die Entwickler des ACC unterscheiden zwischen einem langsameren, einem deutlich langsameren, einem stark bremsenden und einem stehenden Fahrzeug vor dem eigenen Gefährt. Es ist also die Geschwindigkeit des Voran-Fahrenden (oder gar -Stehenden), der die Abstandsregelung unmittelbar beeinflusst.

Ein- oder ausgeschaltet wird das System mit einem separaten Schalter  im Armaturenbrett. Dabei kann der Abstand in fünf Stufen voreingestellt werden: "Standard" nach dem Einschalten der Zündung ist die mittlerer Stufe. Sie entspricht dem, was der gesetzlichen Mindestabstand fordert.

Autor

Foto

Concorde/Iveco

Datum

6. Juni 2017
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