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Premiere: Eura Mobil Terrestra 2010: Charme-Offensive

Frauen mögen’s gerne blumig. Bislang warb Eura Mobil aber vor allem mit Funktionalität. Das soll sich ändern. Der neue Terrestra bezirzt mit Schick und Charme.

Stellen Sie sich vor, ein Mann macht einer Frau einen Heiratsantrag. Doch statt „Ich liebe Dich“ zu sagen, wirbt er mit der Qualität seiner Funktionsbekleidung, seinem Schnäpp­chenjägerinstinkt und den Pferden unter der Haube seines Automobils. Wenn da nicht noch etwas fürs Herz hinterherkommt, stehen die Chancen auf eine baldige Vermählung eher mittelmäßig.


Ohne Emotionen läuft auch beim Reisemobilkauf nichts. Wenn die Dame des Hauses sich nicht wohlfühlt, kann der Gatte lange vom hagelresistenten GfK, von durchgängigen Doppelböden und den Aluprofilen im Möbelbau schwärmen. Auch wenn Männer das manchmal nicht wahrhaben wollen. Fast 80 Prozent aller Kaufentscheidungen treffen Frauen. Die Statistik ist mittlerweile bei Eura Mobil angekommen.


Der Hersteller, der bislang gern mit seinen funktionalen Stärken um die Zustimmung der Männerwelt warb, entdeckt die Frauen als Zielgruppe und trimmt seine Mittelklasse-Baureihe Terrestra auf Gemütlichkeit. Mit cremefarbenen Applikationen an den Möbelklappen und verchromten Griffen zieht ein neuer Schick in den Innenraum der Teilintegrierten und Alkovenmobile ein. Hochglänzend setzen sich die Oberschränke und Schubladenfronten sowie die Arbeitsplatte an der Küche vom warmen Nussbaumdekor ab. Elfenbein tragen auch die Fronten der neuen Dometic-Kühlschränke.


Ebenso wenig wie Kerzenlicht zum Dinner verfehlt auch die effektvolle neue Beleuchtung ihre Wirkung nicht. Indirektes warmes Licht sorgt bei Bedarf für die Romantik. Dazu hat Eura Mobil eigens die Deckenprofile der Oberschränke geändert und LED-Lampenleisten darin integriert. Die sparsamen Lichtelemente verbergen sich – Grundriss-abhängig – auch hinter Blenden am Heckbett, ergänzen ein teils stoffbespanntes Dekoelement im Einstieg und spiegeln sich funkelnd in den breiten Chromgriffen an der Küche.


Bei allem Sinn fürs Schöne wird aber auch deutlich, dass die Renovierung nicht nach dem L’art-pour-l’art-Prinzip erfolgte. Die Funktionalität tritt optisch zurück, gewinnt aber ebenfalls. Die LEDs unter der Küchenarbeitsplatte beleuchten nämlich beim Aufziehen der Schubladen auch deren Inhalt. Ein Schubser genügt, und die Auszüge gleiten sanft abgebremst von alleine zu.


Piezozündung haben jetzt alle Kocher. Für die größeren Küchen ließ Eura Mobil einen eigenen Dreiflammer entwickeln. Die Kochstellen liegen auf einer Linie, so dass davor mehr Abstell- und Arbeitsfläche entsteht. Die Was­serhähne lassen sich beim Fahren nach oben drehen, damit nichts auf die getönte Glasabdeckung der Spüle tropfen kann. Das neue Innenleben findet sich sowohl bei den Terrestra-Modellen als auch beim Integra Style (siehe Kasten rechts). Vorerst nur in einem teilintegrierten Modell, dem vorgestellten 710 HB, trifft man auf ein inzwischen verbreitetes Ausstattungsdetail: ein Hubbett über der Sitzgruppe. Das optionale, auf Wunsch elektrisch betriebe­ne Schlafquartier (1790 Euro) soll jedoch bis zum Caravan-Salon auch noch in anderen Grundrissvarianten angeboten werden. Bei 1,82 Meter Stehhöhe darunter misst es 1,90 Meter in der Länge und maximal 1,30 in der Breite.


Im 710 HB ergänzt es ein Querbett im Heck, das sich via Handkurbel mit wenig Kraft-aufwand hydraulisch in der Höhe verstellen lässt. So kann man bedarfsweise den Stauraum in der Garage darunter erweitern oder das Entern der großen Kaltschaummatratze erleichtern.
Die Konstruktion des GfK-Aufbaus blieb unangetastet, so dass der Teilinte­grier­te mit unverändert niedrigen 2,79 Meter Gesamthöhe auskommt. Trotz beheiztem Doppelboden ist der Terrestra damit eines der niedrigsten T-Modelle mit Hubbett. Entgegen kommt dem Terrestra T dabei sein weit abgesenkter Alko-Rahmen, der an das Führerhaus des Fiat Ducato angeflanscht ist. Die drei kürzeren Modelle bis 6,82 Meter Länge müssen mit serienmäßigen 100 PS auskommen.
Ab dem 670 SB zählen 130 PS zur Grundausstattung. Wer mehr will, ordert für 2575 Euro Mehrpreis den explosiven 3-Liter-Diesel. Damit zu der neuen Harmonie auch Feuer in die Beziehung kommt.

Auf einen Blick: Terrestra T 710 HB

Preis: ab 59 490 Euro Basis: Fiat Ducato, Alko-Tiefrahmen, Frontantrieb, 96 kW/130 PS bis 116 kW/157 PS Gesamtgewicht: 3500 kg Länge/Breite/Höhe: 7390/2300/2790 mm Empfohlene Personenzahl: 2-4 Baureihe: Sieben Teilintefrierte und fünf Alkovenmobiele umfasst Euras Mittelklasse-Baureihe. Info: Telefon 0 67 01/20 30, www.euramobil.de

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Autor

Foto

Foto: Uli Regenscheit

Datum

23. September 2010
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