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Mobile Menschen: Krimi- Autorin Angelika Wesner

"Der Tod macht niemals Urlaub". So heißt der Debütroman der wohnmobilfahrenden Krimiautorin Angelika Wesner, in dem sie ihre eigenen Wohnmobil- Abenteuer zu einem Buch verarbeitet hat.

Krimi- Autorin Angelika Wesner wird wohl ihr Leben lang nicht den Moment vergessen, als ihr Buch in gedruckter Form vor ihr lag: 1000 Exemplare auf einer Palette. Fast ein Jahr lang schrieb sie an dem Krimi, bei dem sich alles um das Camperleben im Wohnmobil dreht. Bis hin zum Logo auf dem Umschlag stammt das Werk aus ihrer Feder. Die Auslieferung des Buchs bildet nun den vorläufigen Schlusspunkt einer Geschichte, die mit einer Aktion von Knaus begann.

Angelika Wesner, ihr Mann Andreas und die heute siebenjährige Tochter Melanie bewarben sich 2010 bei der von Wohnmobil -Hersteller Knaus-Tabbert ausgeschriebenen Camp-Trophy. Den Teilnehmern winkte eine Saison im nagelneuen Wohnmobil. Angelika Wesner: „Wir haben noch nie etwas gewonnen, aber diesmal hatten wir gleich das Gefühl, es klappt.“ Und tatsächlich: Unter rund 1500 Bewerbern wurden die Wesners als eines von zehn Trophy-Teams von der Jury ausgewählt.
„Für uns ging ein Traum in Erfüllung“, erzählt Angelika Wesner. Zuvor reiste die begeisterte Camperfamilie mit einem alten Caravan im Schlepp, später dann mit großem Zelt im Gepäck. Die Anschaffung eines neuen Wohnmobils würde wie bei vielen Familien das Urlaubsbudget überfordern.

Schon bei der Bewerbung für die Trophy entsteht bei den Wesners die Idee, einen Krimi zu schreiben - ein naheliegender Gedanke: Angelika betätigt sich seit vielen Jahren als Journalistin, Andreas ist Kriminalbeamter. Leidenschaftlich stürzen sich die Wesners auf ihre Recherche für das Buch. Mit einem Knaus Box-Star- Wohnmobil reist die Familie in nahezu jeder freien Minute durch Deutschland, Italien, Kroatien und die Niederlande. Auf Campingplätzen erleben sie schräge Situationen, begegnen besonderen Menschen - und sammeln alle Details für den Krimi.

Viele andere Mosaiksteine der Handlung steuern sie selber bei. Ehemann Andreas Wesner bringt neben kriminaltechnischen Kenntnissen auch Expertenwissen als begeisterter Bogenschütze ein. Kein Zufall also, dass ein Krimiopfer durch einen Pfeil getötet wird.

„Ich schreibe nur über das, was ich kenne“, sagt die Autorin und meint damit wohl auch den schwäbischen Dialekt, der an passender Stelle einfließt - für die im Raum Stuttgart verwurzelte Autorin unüberhörbar die Muttersprache.

Um literarischen Anspruch geht es bei ihrem Krimi „Der Tod macht niemals Urlaub“ nicht. Angelika Wesner: „Das ist kein ernstes Ding. Ganz bewusst bedient das Buch auch Klischees. Jeder, der campt, hat schon solche Leute getroffen, wie sie hier vorkommen.“

In ihrer Freizeit liest die Journalistin selber gerne mal einen Kriminalroman, hat aber während des Schreibens darauf verzichtet. „Ich wollte unvoreingenommen an die Sache herangehen.“ Im Fernsehen bevorzugt sie die skurrilen Tatort-Folgen aus Münster und könnte sich sehr gut eine Verfilmung ihres Buchs vorstellen „Viele Szenen habe ich beim Schreiben wie einen Film im Kopf gehabt.“ Doch erst einmal steht die Vermarktung ihres Buchs auf dem Programm, das im Selbstverlag erschienen ist (Bestellungen per E-Mail an: soko.camping@t-online.de).

In ihrer schwäbischen Heimatgemeinde, wo sie zur Ortsvorsteherin gewählt wurde, inszeniert sie die Buchpremiere. Mit ausgedienten Weihnachtsbäumen wird in der Stadthalle nahe Schwäbisch Gmünd rasch eine Buchszene, die im Wald spielt, nachgebaut. Die Lokalpresse wird aufmerksam; 500 Exemplare des Krimis sind bereits verkauft.

Jeden Tag kommen jetzt Bestellungen hinzu, die Angelika Wesner zusammen mit Tochter Melanie bearbeitet und zu Hause auf dem Bügelbrett wie am Fließband verpackt. Im Sommer geht es auf Lesereise. Vor allem auf Campingplätzen will die Autorin ihren Roman durch Vorlesungen bekannt machen. Dabei hat sie weiterhin beide Augen offen für typische Szenen des Urlaubsalltags. Die Fortsetzung des Krimis ist fest geplant – vielversprechender Arbeitstitel: „Der Tod kommt auf Touren.“

Report: Günstige Reisemobile

Foto

Kohstall, Wesner

Datum

24. April 2012
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