Alles über Camp Challenge 2012
Camp Challenge 2012 12 Bilder Zoom

Camp Challenge 2012 - live: Auf dem Hubschrauberlandeplatz

Beim Grenzübertritt immer das Gleiche: Namen, Herkunftsland, KFZ-Zeichen und Unterschrift. Dann erst durften die Fahrzeuge das reizvolle Malawi verlassen und nach Tansania weiterreisen.

Mittwoch, 25. April 2012

Etappe: Khondowe (Malawi) - Mbeya (Tansania) 360 Kilometer

Übernachtung auf dem Hubschrauberlandeplatz

Man kann sagen: Grenzübergangs-Etappen haben immer ihr ganz eigenes Spannungsgefälle. Heute war wieder so ein Tag. Wir wollten die Grenze zwischen Malawi und Tansania überqueren und waren deshalb schon früh losgefahren. Gestern hatten wir noch von Badehosenwetter geschwärmt, heute nun Regen und grauer Himmel.

Im ersten größeren Ort kaufte Franz Reflektorstreifen von der Rolle, damit uns nicht dasselbe Schicksal ereilen würde, wie Dieter und Waltraud. Unser Kuga-Team war nämlich schon einen Tag vor uns über die Grenze gegangen, um auf der Ostseite des Malawisees eine Benediktiner Mission zu besuchen. Da sie keine Streifen an der Stoßstange hatten, mußten sie 20 US$ Strafe bezahlen, bevor der Schlagbaum hochgezogen wurde.

Nach dieser Klebeaktion hielten wir noch an einem „Gemüseladen" an, um die letzten malawischen Kwachas gegen Tomaten und Zwiebeln einzutauschen.
An der Grenze mußten wir uns alle in ein großes Buch eintragen mit Namen, Herkunftsland, KFZ-Zeichen und Unterschrift. Dann erst durften wir die Fahrzeuge verlassen und uns zum Paßschalter begeben. Hier waren die üblichen Angaben gefordert: Paßnummer, Geburtsdatum, Geburtsort, Ausstellungsdatum des Passes, Ausstellungsort, Beruf, Grund des Besuchs, Anschrift im Land usw. Leichte Verzögerung gab es, weil die Formulare hierzu erst neu ausgedruckt werden mußten. Aber wir haben inzwischen gelernt, geduldig zu sein.

Als wir dann in unseren Wohnmobilen saßen und auf den Schlagbaum zufuhren, stand wieder ein Grenzbeamter vor uns mit dickem Buch. Wir mußten alle Angaben noch einmal eintragen und ein paar zusätzliche Fragen beantworten. Dann endlich waren wir aus Malawi ausgereist.

Dann dasselbe noch einmal auf der tansanischen Seite. Blauen Zettel ausfüllen mit allen üblichen Angaben, Gelbfieberimpfung im Impfpaß nachweisen und Carnet de Passage abstempeln lassen. Unser schweizer Team ersetzte Sportlichkeit durch Cleverness und sparte sich den Gang zum Fahrzeug, um den Impfausweis zu besorgen. Sie zeigten einfach die Ausweise des JaPa-Teams vor und durften auch damit nach Tansania einreisen. Allerdings nicht bevor sie - wie wir anderen auch - 25 US$ Straßenbenutzungsgebühr einrichtet und eine Haftpflichtversicherung für 120 US$ abgeschlossen hatten. Das Versicherungsbüro sah auch recht interessant aus.......

Zuletzt trugen wir alle Angaben ein drittes Mal in ein weiteres Buch ein und durften dann endlich weiterfahren. Dafür war die Fahrt durch die tansanischen Berge besonders reizvoll. Wir rollten durch Teeplantagen und Bananenstauden, wir sahen kultivierte Felder und Ziegelsteinhäuser und freuten uns, wieder ein neues Land des afrikanischen Kontinents kennen zu lernen.

Als wir schließlich in Mbeya, der nächsten größeren Stadt, ankamen, war es Zeit, wieder einmal zu tanken. Während es in Malawi im ganzen Land derzeit kein Diesel an Tankstellen gibt, ist in Tansania die Versorgung gesichert. Allerdings auch zu einem Preis von etwa 1,15 € je Liter.

Da man praktisch nirgends mit Kreditkarte zahlen kann, war der erste Gang, die Suche nach einer Bank. Eine Bank fanden wir zwar nicht - aber einen Geldautomaten. Dieser wurde streng geschützt von zwei uniformierten, bewaffneten Wachmännern. Nachdem wir 400.000 tansanische Schilling abgehoben hatten und nun in Landeswährung zahlungsfähig waren, strahlte der weibliche Tankwart über so viel Kundschaft. Nun war unser Tageswerk fast vollbracht. Nach einigen zusätzlichen Kilometern erreichten wir über eine steile Erdstraße eine Kaffeeplantage mit Hubschrauberlandeplatz, die uns für diese Nacht eine sichere Übernachtung bot .Man muß sich wundern - aber trotz der ganzen Anstrengungen, die hinter uns lagen, waren wir sofort wieder guter Dinge und fanden uns zu einem Gruppenfoto zusammen, sobald die Fahrzeuge abgestellt waren. Schließlich erklommen wir die Stufen zur Restaurant-Terrasse und waren überwältigt von der grandiosen Fernsicht. Welch eine Belohnung! In dem Moment setzte die Entspannung ein und schnell war auch ein kühles Getränk auf dem Tisch.

Tansania, wir freuen uns auf Dich!
 

Kathrin & Hans-Hermann Kern / „Phoenix on tour“

Mehr Live-Stories zur Camp Challenge 2012 , die neuesten Infos und alle Reiseberichte finden Sie in unserem Themenspecial Camp Challenge 2012 .

Autor

Foto

Kathrin & Hans-Hermann Kern / „Phoenix on tour“

Datum

26. April 2012
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