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Nugget Aufstelldach und Hochdach 7 Bilder Zoom

ANZEIGE – Ford Nugget im Vergleich: Wahl ohne Qual

Ford bietet den Campingbus Nugget mit einem Aufstelldach oder einem festen ­Hochdach an. Beide Varianten haben ihre eigenen Stärken. Es kommt darauf an, wo man seine Prioritäten setzt.

Der Blick in die Preisliste hilft hier nicht wirklich weiter. Nicht einmal 500 Euro beträgt der Preisunterschied zwischen einem Ford Nugget mit Aufstelldach und der Variante mit Hochdach. Eine Differenz von etwa einem Prozent zugunsten der flachen Ausführung dürfte bei der Kaufentscheidung keine Rolle spielen. Näher kommt man den Unterschieden beim Betrachten der Fahrzeuge selbst.

Dabei setzt sich das Aufstelldach besser in Szene. Es passt sich perfekt den Konturen der Transit-Custom-Karosserie an. Der Nugget wirkt so wie ein großer Van. Nicht unwesentlicher Nebeneffekt: Mit Aufstelldach stehen zumindest modernere Tiefgaragen offen, die eine Durchfahrtshöhe von 2,10 Meter haben. Ebenso spielt dieser Nugget auf der Autobahn seine Vorteile aus. Das flache Dach ist etwas leichter und begünstigt die Aerodynamik. Dadurch beschleunigt er ein wenig flotter auf höhere Geschwindigkeiten und spart dann etwa einen halben Liter Diesel auf 100 Kilometer ein. Spricht also alles für das Aufstelldach? Bei der Ankunft am Urlaubsziel sieht die Sache anders aus.

Der Fahrer eines Nugget mit festem Hochdach dreht hier einfach seinen Sitz und spaziert in den Wohnraum, wo er direkt zum Welcome-Drink übergehen kann. Grundsätzlich funktioniert das auch in der Aufstelldachversion, doch mit geschlossenem Deckel bewegt man sich nicht ganz so leger vom Fahrerhaus in die Küche. In der Praxis steht vor dem Wohnerlebnis erst einmal das Öffnen des Dachs. Das klappt dank Gasdruckhebern locker nach oben, die Bettfläche wird anschließend – ohne Federunterstützung – angehoben und an der Decke fixiert. Übrigens erfordert das früher oder später notwendige Herunterklappen des Dachs etwas mehr Kraft und zusätzliche Handgriffe. Schließlich muss der Stoffbalg wieder sauber eingefaltet werden.

Was stärker überrascht, sind die deutlichen Unterschiede beider Dachvarianten in Wohnposition. Der Nugget mit Hochdach gibt hier das klassische Reisemobil. Die helle Einrichtung und das jetzt in einem ähnlichen Farbton textil verkleidete Dach verleihen ihm zeitgemäße Gemütlichkeit. Die Reisenden haben hier ein eigenes Reich, gedämmt gegen manches Nebengeräusch und  Schwankungen der Außentemperatur.

Obwohl mit identischen Möbeln ausgestattet, beherbergt der Aufstelldach-Nugget seine Passagiere auf ganz andere Art: Westfalia nimmt für den Stoffbalg graues Baumwollmaterial. So scheint die Morgensonne nicht gleich ungehindert ins Bett, der gesamte Wohnraum wirkt dadurch jedoch dunkler. Mit Reißverschlüssen lassen sich drei Luken im Stoff aufzippen. Das bringt mehr Licht, aber – gewollt oder ungewollt – auch mehr Luft, die dann ungehindert durch den Insektenschutz zirkuliert. So verströmt das Aufstelldach ursprüngliches Zeltgefühl – im sonnigen Süden sicher kein Nachteil.

Dieses klassische Campingerlebnis spürt man erst recht, wenn man von Stoffwänden umgeben im Dachbett liegt. Als sehr angenehm registriert man dabei die hohe Einstiegsöffnung ins Bett, die gleichzeitig eine gute Kopffreiheit sichert sowie die überdurchschnittliche Breite der Liegefläche.

Das einfach ausklappbare Bett unter dem festen Hochdach fällt noch ein wenig breiter aus. Nicht ganz so eindrucksvoll ist hier die Luft nach oben, die jedoch fast auf der gesamten Länge unverändert bleibt. Man könnte hier auch in der Bugnase sein Kopfende einrichten, was das Umdrehen nach dem Betteinstieg erspart. Ein weiterer Vorteil: Nach dem Rückbau der Liegefläche bleibt in der Nase noch Raum für Bettzeug. Damit darf der große Freiraum im Küchenblock anderes Gepäck aufnehmen. Ohnehin verbucht diese Variante einen Stauraumvorteil durch zwei Schränke und eine breite Ablage im Heck. Und dennoch erscheint die Bewegungsfreiheit in der Küche nicht eingeschränkt. Bei der Aufstellalternative kostet ein Verstärkungsrahmen am Dachausschnitt Platz auf halber Höhe.

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Autor

Foto

Bern Thissen

Datum

15. Juni 2016
5 4 3 2 1 3,8 5 5
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