Alles über Ford Transit Freizeitmobile
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Anzeige: Ford 50 Jahre Transit: Moderne Klassiker

Der Ford Transit hat Reisemobilgeschichte geschrieben. Sämtliche Generationen des Bestsellers dienten als Basis für unterschiedlichste Freizeitfahrzeuge. In diesem Jahr feiert der Ford Transit seinen 50. Geburtstag – ein Streifzug durch die Historie.

1965 - 1978

Genau genommen erschien der erste Ford namens Transit bereits 1961. Damals tauften die Kölner ihren kompakten Transporter FK 1000 in Taunus Transit um. Als Urahn der heutigen Modelle gilt jedoch die 1965 präsentierte Generation. Sie bringt bereits wichtige Attribute der späteren Bestseller mit. Anders als der Taunus Transit hat der erste echte Transit eine kurze Haube für den Motor; es gibt ihn mit zahlreichen Karosserieausführungen – und er ist ein europäisches Projekt. Der Transit wird zunächst in England, später auch in Belgien gebaut.

Durch seine robuste Bauweise mit zwei blattge­federten Starrachsen und Heckantrieb erwirbt sich der Transit schnell einen Ruf der Unverwüstlichkeit. Die Ansprüche an die Leistung der gut zugänglichen Motoren bleiben anfangs noch bescheiden: V4-Benziner mit 45 bis 65 PS mussten vorerst ausreichen. 1971 kommt eine 70-PS-Maschine hinzu, außerdem der erste Diesel im Transit mit 62 PS. Er braucht mehr Platz unter der Haube und erhält daher eine ganz eigene, verlängerte Frontpartie.

Auf dem damals noch winzigen Reisemobilmarkt gewinnt der Transit rasch an Beliebtheit. Ein erster Ausbau von Westfalia entsteht. Der Leiterrahmen gilt als belastbar und alkoventauglich. Sein Heckantrieb, oft mit Zwillingsreifen, sichert dabei eine gute Traktion.

1978 - 1986

Schon die erste Generation des Transit kommt während ihrer langen Bauzeit in den Genuss zahlreicher Verbesserungen. Doch 1978 wird es Zeit für einen großen Schritt. Zwar übernimmt der neue Transit einige Blechteile und damit auch die barocken Seitenlinien des Vorgängers, an der Front kündet er jedoch von der Sachlichkeit der 80er Jahre. Radikal aufgeräumt wirkt ebenso der Innenraum. Die Ford-Werbung betont den leichten Einstieg und den großen Fußraum, in den kein Motor hineinragt – unter Transportern damals beides keine Selbstverständlichkeit. Für höhere Leistungsansprüche steht nun auch ein neuer 78-PS-Benziner, auf Wunsch mit Automatik, zur Verfügung, zeitweise auch ein 100-PS-V6.

Am Dieselmotor ändert sich zunächst wenig, bis 1984 ein revolutionärer Direkteinpritzer mit 68 PS auftaucht. Ein leichtes Facelift frischt den Transit ein Jahr zuvor auf. Als Basis für Reisemobile ist der Transit schon zuvor begehrt. 1981 listet ein offizieller Ford-Prospekt 28 Modelle auf – vom Arca Mini bis zum Voll Westerland.

1986 - 2000

Was heute wie selbstverständlich wirkt, erscheint Mitte der 80er Jahre als ein radikaler Schritt: die neue Transit-Generation hat eine im Windkanal optimierte Front. Motorhaube und Windschutzscheibe bilden eine Linie. Der funktionale wie elegante Bug ist gleichzeitig auf höchste passive Sicherheit ausgelegt. Im Sinne des Fahrkomforts bekommen alle Modelle mit kurzem Radstand eine Einzelradaufhängung an der Vorderachse. Antriebsseitig greift Ford zunächst auf vom Vorgänger bewährte Komponenten zurück. 1991 steht ein leichtes Facelift an. Äußerlich unspektakulär bringt es vor allem einen 80-PS-Saugdiesel und einen 100 PS starken Turbo mit sich – beide haben eine Direkteinspritzung.

Über das Leistungsplus freuen sich nicht zuletzt die Reisemobilfahrer. Sie können seit dem Transit-Modellwechsel unter immer mehr Marken und Varianten wählen. Reimo hat eine Fülle von Ausbauten im Programm, Karmann stellt mit dem Davis einen schicken Alkoven vor. Auf diese Bauform setzen auch Eura Mobil, Hymer, Dethleffs sowie viele italienische Marken. Wer viel familiengerechten Wohnraum fürs Geld haben will, wählt beispielsweise einen Rimor. Zum Teilinte­grierten wird der Ford im Hause Hehn. Bei Pilote entsteht sogar ein Integrierter auf dem Transit-Chassis.

Parallel dazu ist auch Ford selbst bei den Freizeitfahrzeugen aktiv. In Zusammenarbeit mit Westfalia erblickt 1986 der Nugget das Licht der Welt. Behutsam wandelt er sich im Lauf der Jahre vom Reisevan zum vollwertigen Campingbus. Die Rolle der Großraumlimousine mit Schlafgelegenheit übernimmt der Euroline, der ebenfalls von Westfalia komplettiert wird. Mehr Pkw-Charakter bekommt der Transit 1994 durch eine weitere Modellpflege, zu erkennen am ovalen Kühlergrill. Durch ein neues Armaturenbrett wird das Fahrerhaus wohnlicher. Ein Fahrer-Airbag ist nun serienmäßig.

2000 - 2013

Zur Jahrtausendwende vermeldet Ford mit dem viermillionsten Transit einen neuen Produktionsrekord. Gleichzeitig steht ein großer Modellwechsel an. Die neue Transit-Generation sticht weniger durch ihre sachlich gezeichnete Karosserie hervor als durch eine erneute Steigerung der Variantenvielfalt: der Ford ist wahlweise mit Front- oder Heckantrieb zu haben, später auch mit Allradantrieb. Unabhängig davon steht zum Start ein 2,4-Liter-Turbodiesel mit 16-Ventil-Technik und bis zu 120 PS bereit. Um die Erfolge des Vorgängers als Freizeitfahrzeug auszubauen, hört sich Ford gezielt bei den Reisemobilherstellern um und konzipiert ein Fahrgestell speziell für die Branche.

Ergebnis ist ein vergleichweise günstiges Frontantriebsfahrgestell mit extra breiter hinterer Spur und hoher Nutzlast. Motorisiert wird es von einem 2,0-Liter-Turbodiesel mit 125 PS. Die Branche springt auf: Zuerst realisiert Chausson Anfang 2004 einen Teilintegrierten auf dieser Basis, dann folgen fast alle europäischen Marken. Hobby präsentiert das T-Modell, Eura Mobil den Profila, Hymer erfindet den Van neu, Dethleffs lanciert den Fortero. Ab 2005 bringt der Transit die Reisemobilwelt so richtig in Fahrt.

2006 legt Ford noch einmal nach. Der Transit kommt in den Genuss einer tiefgreifenden Überarbeitung. Er erhält ein ganz neues Gesicht und einen edleren Fahrerplatz. Die Fronttriebler haben einen 2,2-Liter-Diesel mit bis zu 130 PS. 2010 läuft der sechsmillionste Transit vom Band. Gefeiert wird in der Türkei, wo er seit 2003 für Europa gebaut wird.

Foto

Ford

Datum

7. Mai 2015
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