Action Mobil in Namibia 29 Bilder Zoom

Action-Mobil-Testfahrt in Namibia: Safari mit dem Expeditions-Wohnmobil

Spektakuläre Schotterpisten und die Tierwelt Afrikas: Die Inhaber von Action Mobil waren fünf Wochen auf Wohnmobil-Safari in Namibia. Unterwegs konnten Sie das neue Fahrwerk des Atacama 6300 testen.

Wo ist die perfekte Teststrecke für ein Weltreise-Mobil mit Allradantrieb? Ganz klar: Fernab der Zivilisation! Die Marke Action Mobil hat im vergangenen Oktober das Weltenbummler-Wohnmobil Atacama 6300 im Nordwesten Namibias getestet und war in der abgelegenen Region Kaokoveld unterwegs. Der Grund: Die verschiedensten Geländeformen sind hier zu finden.

Einmalig, was die Natur in Namibia hervorbringt: Der Grizzly-Felsen in der Khumbib Region.

Härtetest für den Action Mobil Atacama 6300 in Namibia

Ziel der Aktion war es die neusten Optimierungen am Fahrwerk des Atacama 6300 zu testen. Es wurde so optimiert, dass es kurze und tiefe Bodenwellen besser bewältigt. Außerdem soll die von Action Mobil konstruierte Dreipunktlagerung des Hilfsrahmens eine optimale Achsverschränkung im Gelände erlauben und neue Dämpfungselemente das Pendelverhalten des Aufbaues reduzieren. 

All das testete Action Mobil-Inhaber Stephan Wirts gemeinsam mit seiner Frau. Im Begleitfahrzeug, einem Toyota Geländewagen, waren die Alt-Chefs von Action Mobil, seine Schwiegereltern, mit von der Partie.

promobil: Waren Sie das erste Mal in Namibia?

Stefan Wirths: Nein, ich war schon ungefähr 13 Mal dort. Meine Schwiegereltern, die Firmengründer von Action Mobil, verbringen den Großteil des Jahres dort. Daher sind meine Frau und ich öfters in Namibia. Der Oktober ist ideal, um dort Fahrzeuge zu testen, da es im Winter sehr trocken und im Sommer sehr nass sein kann. Für mich persönlich herrschen dann auch angenehme Temperaturen mit 6 Grad plus nachts in der Wüste und tagsüber mit 32 bis 42 Grad. 

Was war für Sie das Schwierigste an der Tour?

Die Planung vorweg ist schwierig, muss aber sein, da es häufig keine Straßen, die man als solche erkennen kann, sondern nur Schotterpisten. Meist sind einfach nur ein paar schmale Spuren eines Toyotas zu erkennen. Wir planen solche Touren immer vorab mit der Hilfe von Ortskundigen.

Unterwegs sind die Passstraßen immer wieder eine Herausforderung. Auf den Geröllfeldern muss man sehr viel gemütlicher fahren. Mit dem Atacama, der ja wirklich ein großes Fahrzeug ist, nimmt man die Dimensionen der Straße ganz anders wahr.

Macht auch das Gewicht des Fahrzeugs unterwegs zu schaffen? 

Im Gegenteil: Dass der Atacama so ein großes Fahrzeug mit überdimensionierter Technik ist, ist ein Vorteil. Kleinere Fahrzeuge sind viel filigraner und anfälliger. Der Atacama ist robust beispielsweise durch die großen Stoßdämpfer. Dadurch ist die Gefahr viel geringer, dass es zu einer technischen Panne kommt. Das 18-Tonner-Basisfahrzeug des Atacama ist in Europa auf Baustellen und in Gruben als Kieskipper unterwegs und kann dort im Einsatz bis zu 24 Tonnen bewegen. Als Expeditionsfahrzeug ist man mit einer maximalen Beladung von 14,5 Tonnen auf der sicheren Seite.

Ein Traum für alle Abenteurer: Die unendlichen Weiten der Wüste.
Schafft es also jeder mit einem Action Mobil Atacama durchs Gelände?

Nein, fahren muss man schon können, vor allem, um das Material zu schonen. Der Atacama bewegt sich viel behäbiger. Wer vorher schon in einer Kiesgrube gearbeitet hat, kann das schon. Aber: Übung und Erfahrung gehören für das Fahren eines Expeditionsmobils im Gelände auf jeden Fall dazu. 

Wir bieten unseren Kunden Kurse an und reisen mit Ihnen beispielsweise nach Marokko, wo sie ihr eigenes Fahrzeug besser kennenlernen können. Dabei zeigen wir ihnen auch, wie man sich auf verschiedenen Geländearten richtig verhält, beispielsweise auf Sand. Und, wie man ohne Hilfe Reifen wechselt – einen 130-Kilo-Reifen hat man einfach nicht alleine in 10 Minuten gewechselt. Aber es geht schon, wenn man weiß, wie. Erst wenn man diese vertrauensbildenden Maßnahmen, so nenne ich sie mal, unternommen hat, raten wir dazu, das Fahrzeug für eine große Weltreise zu verschiffen.  

Das klingt recht anstrengend, so ein großes Fahrzeug zu bewegen. Wieso machen Sie und ihre Kunden dennoch Urlaub darin?

Für mich ist es einfach großartig, in der Natur zu sein und über weite Strecken keinen anderen Menschen zu begegnen. Außerdem bieten die neuen Action Mobil Fahrzeuge mittlerweile jeden Komfort, den man aus modernen Pkws kennt. Der Atacama hat eine Klimaautomatik und ein Luxus-Soundsystem an Bord und ist vom Feinsten gefedert.
Die Expeditionsmobile von heute sind nicht mehr mit den rustikalen Ex-Militär-Lkws von vor 20 Jahren vergleichbar. Die neuen MAN- und Mercedes-Modelle haben Automatikgetriebe, Schallschutzscheiben und ein so komfortables Cockpit wie die neueste Mercedes S-Klasse. Man kann mit diesen Fahrzeuge also übers Gelände fahren, aber auch ganz locker mal von München bis nach Norwegen.

Auch zum Wohnen sind unsere Expeditionsmobile sehr komfortabel und verfügen beispielsweise über Induktionsherd, Mikrowelle und Solarsystem. Die Kühltruhe haben wir selbst entwickelt mit 100 mm dick isolierten Kühlmittel-Inhalten. Außerdem sind die Fahrzeuge individualisierbar, man kann zum Beispiel noch einen zweiten Kühlschrank einbauen und so weiter.

Es ist nicht selbstverständlich auf jeder Safari Tiere zu entdecken, selbst wenn man die beliebtesten Wasserstellen kennt. Umso schöner, ist es, wenn es klappt.
Was war das schönste Erlebnis auf der letzten Tour für Sie?

Für mich ist eigentlich die ganze Tour ein einziges großes Erlebnis. Vor allem die Geologie in Namibia fasziniert mich. Obwohl man nur mit 20 bis 30 Stundenkilometern unterwegs ist, ändert sich jede halbe Stunde die Geländeform, das macht Namibia so reisenswert für mich. 

Dieses Mal hatten wir außerdem großes Glück und sind vielen verschiedenen Tiere begegnet. Zwar kann man die Routen so planen, dass man an Wasserstellen vorbeikommt, doch eine Garantie Tieren zu sehen, wie bei einem Zoobesuch, hat man nicht. Oftmals sind wir bis zu 10 bis 15 Meter nah an die Tiere gekommen. 

Dabei muss man aber ganz schön aufpassen: Giraffen und Antilopen verschwinden oft, wenn man sich Ihnen nähert. Und Nashörner und Elefanten können angreifen, vor allem, wenn Jungtiere in der Gruppe sind. Wenn Sie sich bedroht fühlen, gehen sie dann aufs Auto zu, vor allem, wenn es ein kleines Fahrzeug ist...

Ohje, hatten sie dann keine Angst um Ihre Schwiegereltern im Begleitfahrzeug?

(lacht) Nein. Denn wenn zwei Fahrzeuge zusammen unterwegs sind, genießt das kleinere quasi den Schutz des großen Fahrzeugs. Als eines nachts Löwen unterwegs waren, haben die Schwiegereltern bei uns im Fahrzeug übernachtet anstatt im Dachzelt auf dem Toyota. Sicherheit und Schutz - Das sind zwei weitere Vorteile eines großen Weltreisemobils.  

Action Mobil Atacama 6300

Motor: MAN mit Dieselmotor und 540 PS
Länge/Breite/Höhe: 8,80/ 2,47/ 3,85 Meter
Zul. Gesamtgewicht: 14 t
Sitz-/Schlafplätze: individuell wählbar
Grundpreis: auf Anfrage
Ausstattung: unter anderem Kühltruhe 150 Liter, Backofen, Solaranlage, 600 Liter Dieseltank, 500 Liter Frischwassertank, 17 Liter Toilettencassette plus zwei weitere, Klimaanlage mit 2400 Watt Leistung.

Portraits Redaktion

Foto

Action Mobil

Datum

6. Februar 2017
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